28. Juni – 06. Juli 2014

9 Tage mit TrailXperience durch’s schönste Gebirge der Welt


Nachdem wir im April letzten Jahres mit TrailXperience im TrailCamp in Ligurien waren und ich im Juli auch noch das TrailCamp in den Dolomiten geniessen durfte, meldeten wir uns in diesem Jahr bei TrailXperience zur „Großen Acht“ durch die Dolomiten an.
Diese führt von St. Vigil aus in zwei großen Schleifen durch’s schönste Gebirge der Welt und man kann entweder nur die erste Hälfte, nur die zweite Hälfte oder die gesamte Acht buchen. Michl, Ali, Frank, Martin, Christoph und ich entschlossen uns die gesamte Tour mitzufahren. Sandra & Dirk und Claudia & Markus vom RABE Bike-Stammtisch waren bei der zweiten Hälfte mit dabei.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Gesamt-Daten:
Entfernung:300 km
Uphill:9.243 Hm
Downhill:13.930 Tm

28. Juni 2014

Anreise nach St. Vigil und 1. Etappe zur Heiligkreuzhütte

Am Samstag war Anreisetag und wir fuhren frühzeitig in Germering los, damit wir genügend Zeit hatten unsere Tradition, eine Tasse Cappuccino bei der Raststation am Beginn des Pustertals, aufrecht zu erhalten.

Treffpunkt war um 12:00 im Hotel Chalet Corso in St. Vigil, das auch schon beim TrailCamp im letzten Jahr als Basis-Station gedient hatte. Wir waren schon eine ganze Zeit früher vor Ort und trafen unseren Guide Stefan, der in den nächsten 9 Tagen unser Begleiter sein sollte.

Nachdem die restlichen Teilnehmer der ersten Runde ebenfalls eingetroffen waren gab es eine kurze Vorstellungsrunde und wir lernten die weiteren Teilnehmer und den Co-Guide Joana sowie unsere Shuttle-Fahrerin und Gepäck-Beauftragte Johanna kennen.

Anschließend gab es zur Einstimmung eine zünftige Marende (Südtiroler Version der Brotzeit) und wir stärkten uns mit allerlei Spezialitäten für das was da auf uns zukommen mochte.

Nach dem obligatorischen Bike-Check stiegen wir gegen 13:30 auf die Bikes und rollten von St. Vigil hinunter nach Zwischenwasser wo wir links abbogen und über Picolin, vorbei an St. Martin bis Pederoa das erste Stück auf der Straße zurücklegten. In Pederoa bogen wir links ab und folgten dem Wengenbach knappe 400 Höhenmeter bergauf bevor wir rechts abbogen. Der Forstweg wurde steiler (sausteil) und wir querten schiebend bzw. tragend über eine steile Wiese hinauf Richtung Hlg. Kreuz. Auf schönen Forstwegen kamen wir zum Wanderweg Nr. 15b, fuhren, schoben und trugen unsere Bikes hinauf zum höchsten Punkt des Tages (ca. 2.100 m) und genossen anschließend unsere erste kurze Single-Trail Abfahrt hinunter zum Hospiz Santa Croce (Heiligkreuzhütte).

Dort trafen wir gegen 17:30 ein und genossen erstmal den Blick zum Kreuzkofel sowie die schöne Aussicht Richtung Alta Badia und Corvara. Anschließend bezogen wir unsere Zimmer, nahmen eine warme Dusche und trafen uns in der Stube zum gemeinsamen Abendessen und zur Besprechung des nächsten Tages.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:26 km
Uphill:1.074 Hm
Downhill:347 Tm
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29. Juni 2014

Von der Heiligkreuzhütte nach Arabba und über den Bindelweg zur Bindelweghütte

Am Sonntag trafen wir uns wie immer an den nächsten Tagen um 7:30 zum Frühstück, damit wir frisch gestärkt und nach einem kurzen Bike-Check um 8:30 fertig zur Abfahrt waren. Von der Hütte nahmen wir den wunderschönen Trail Nr. 15 hinunter Richtung St. Kassian, der uns über viele flowige und teils wurzelige Passagen talwärts führte.

Nachdem ich um ein Haar einen Weidezaun übersehen hatte war auch ich hellwach und es ging über den 15a, eine sehr schöne Variante zur direkten Abfahrt, hinunter nach St. Kassian.

Da der Wetterbericht für den Nachmittag einen Wettersturz vorausgesagt hatte und wir noch über die Porto Vescovo bis zur Bindelweghütte wollten, entschlossen wir uns die Auffahrt zur Pralongia durch die Nutzung der Seilbahn auf den Piz Sorega abzukürzen.

Anschließend pedalierten wir vorbei am Rifugio Las Vegas und am Rifugio Ütia de Bioch zur Pralongia. Kurz danach begann es zu regnen und wir zogen unsere Regenklamotten an in denen wir anschließend auf dem Trail Nr. 3 zum Passo Campolongo hinunter fuhren. Von dort aus ging es auf dem „Rumpeltrail“ rechts neben der Pass-Straße weiter nach Arabba wo wir gegen 12:45 in einer Pizzeria unsere Mittagspause einlegten.

Das Wetter wurde (wie vorausgesagt) immer schlechter und während der Mittagspause schüttete es in Strömen 🙁 .

Nach dem Essen fuhren wir zur Talstation der Porto Vescovo Seilbahn und warteten bis uns die nächste Bahn um 14:00 Uhr nach oben brachte. Bereits bei der Auffahrt wurden wir von heftigen Windböen in der Seilbahn gebeutelt und beim Verlassen der Gipfelstation wehte ein kräftiger Sturm, der das Fahren mit dem Rad auf dem schmalen Bindelweg teilweise unmöglich machte. Die bei schönem Wetter herrliche Aussicht auf die Marmolada mussten wir uns diesmal leider denken. Über rutschige Abfahrten und mit Regen und Graupel, der uns ins Gesicht peitschte, kamen wir schließlich gegen 15:15 auf der Bindelweghütte (Viel de Pan) auf 2.432 m an.

Dort gab es erstmal einen Cappuccino zum Aufwärmen. Anschließend hatten wir genügend Zeit zum Duschen und Klamotten aufhängen bevor das Abendessen und der eine oder andere Liter Hauswein auf uns wartete. Mit einem gemütlichen Hüttenabend ließen wir den Tag beim Kartenspielen ausklingen.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:25 km
Uphill:782 Hm
Downhill:1.708 Tm
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30. Juni 2014

Von der Bindelweghütte hinunter nach Canazei und durchs malerische Val Duron zur Plattkofelhütte

Beim Blick aus dem Fenster am Montag Morgen erwartete uns eine dicke Überraschung. Über Nacht hatte es ca. 5 cm geschneit! Ein wunderschöner Anblick zumal die Landschaft ca. 200 – 300 m tiefer wieder grün wurde.

Vor dem Frühstück gab es also viel zu tun: Fotos machen, Schneemann (OK, -männchen) bauen und den Ausblick genießen. Außerdem natürlich Klamotten packen und nach unten bringen, da der Mini-Traktor der unsere Taschen ins Tal brachte frühzeitig losfahren wollte.

Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir dann zunächst durch den Schnee auf dem 601’er Wanderweg Richtung Westen und weiter hinunter zum Passo Pordoi. Von dort aus ging es auf schönen Trails und (dem sehr schmierigen und rutschigen Untergrund geschuldet) z.T. auf der Pass-Straße vorbei am Hotel Lupe Bianco weiter nach Canazei.

Dort gab es für das eine oder andere Bike eine technische Pause und für alle einen Cappuccino und ein wenig Aufwärmen in der Sonne während unsere Guides im Spezialitätenladen ein tolles Picknick für uns einkauften.

Anschließend führte uns der Weg weiter ins malerische Duron-Tal wo wir gegen 13:30 eine (durch den steilen Anstieg wohlverdiente) Pause einlegten und gemeinsam die in Canazei eingekauften Köstlichkeiten verspeisten. Nach der Pause ging es weiter hinein ins Duron-Tal, der Weg wurde wieder steiler und zog sich hinauf bis zum Passo Duron auf 2.204 m.

Von hier fuhren wir dann auf schmalen Trails meist bergauf wieder Richtung Osten bis zur Plattkofelhütte auf 2.297 m. Wir bekamen „Guide-Zuwachs“ – Sebas stieß als dritter Guide zur Gruppe dazu und mit ihm durften wir nach dem guten Abendessen einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben. Die Fußballfans freuten sich schon auf das letzte Highlight des Tages: Der Hüttenwirt hatte extra für uns einen Flachbild-Fernseher auf die Hütte geschafft und so konnten wir das siegreiche WM-Achtelfinale (incl. der dummen Kommentare einiger Hüttengäste aus der Pfalz) genießen.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:29 km
Uphill:1.001 Hm
Downhill:1.204 Tm
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01. Juli 2014

Von der Plattkofelhütte über super Trails und einen langen Anstieg zur Schlüterhütte

Am heutigen Dienstag lag der härteste und längste Tag der Tour vor uns. Nach ein paar technischen Reparaturen an Thomas‘ Bike fuhren wir zunächst von der Plattkofelhütte auf schönen Trails und dann durch den großteils unfahrbaren  „Rock Garden“ zur Murmeltierhütte. Ab hier ging es super flowig zunächst über angelegte Holzstiege dann über Wiesentrails hinunter bis zur Forststraße (Wanderweg Nr. 30 nach St. Christina).

Diesem folgten wir ein Stück, um dann wieder links in einen herrlichen Single-Trail mit einer heftigen Schlüsselstelle abzubiegen, der uns schließlich wieder auf einen Weg in die Zivilisation führte. Auf einem schönen Höhenweg über St. Christina und anschl. am Grödner Bach entlang rollten wir schließlich in St. Ulrich ein.

Über die „La Curta“ eine Fußgängerverbindung mit Rolltreppen zwischen dem Ortszentrum von St. Ulrich und der Talstation der Seceda-Seilbahn gelangten wir schließlich zu eben dieser, tranken dort noch einen Cappuccino und fuhren schließlich mit der Seilbahn von 1.250 m hinauf bis zur Mittelstation auf 1.730 m.

Über einen wunderschönen Waldtrail und eine lange Forststraßenauffahrt ging es dann hinauf zur Bergstation der Raschötz Standseilbahn und weiter vorbei an der „Saltner Schwaige“ bis zum höchsten Punkt. Dort legten wir eine Zwangspause ein, da bei unserem Mitfahrer Thomas das Schaltwerk kaputt war. Er entschloss sich zusammen mit Stefan mit der Seilbahn ins Tal zu fahren und mit Shuttle-Hilfe von Johanna in einem der örtlichen Bike-Shops seine Schaltung reparieren zu lassen.

Wir anderen fuhren mit Joana und Sebas weiter zur „Mittagspause“ bis zur Brogles-Alm (2.074 m) wo wir gegen 15:00 Uhr recht hungrig eintrafen. Frisch gestärkt brachen wir um 16:00 Uhr wieder auf, denn es lagen noch ca. 580 Tiefenmeter auf feinsten Trails und 830 Höhenmeter teils steile Anstiege bis zu unserem Tagesziel, der Schlüterhütte auf dem Programm. So wurde es an diesem Tag dann auch recht spät, gegen 17:30 waren wir an der Zanseralm und die Schlüterhütte erreichten wir gegen 19:00 Uhr.

Nach einem schneller Weißbier ging es ungeduscht zum wunderbaren Abendessen und erst anschließend unter die wohlverdiente Dusche.

Der Abend klang dann (wieder einmal) bei diversen Gläsern Hauswein in gemütlicher Runde aus.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:41 km
Uphill:1.610 Hm
Downhill:2.111 Tm
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02. Juli 2014

Von der Schlüterhütte über den Col Varencinch und nasse Trails nach St. Vigil

An diesem Morgen hatten wir leider wieder etwas Pech mit dem Wetter. Es regnete und so starteten wir schon morgens in Regenklamotten in die ersten Trails und Wege von der Schlüterhütte unter dem Peitlerkofel entlang bis zum Gömajoch. Von hier begann dann der für mich bereits aus dem Vorjahr bekannte Aufstieg zum Col Varencinch. Bei der Nässe war das Unterfangen nicht ganz so einfach und so wir halfen uns gegenseitig und bildeten beim Abstieg auf der anderen Seite eine Kette durch die wir die Fahrräder sicher über die kritischen Stellen nach unten brachten.
Danach war noch ein wenig pfadfinden angesagt, doch schließlich kamen wir auf den wunderbaren, diesmal aber ziemlich nassen Trail, der uns eine gute Stunde später und ca. 800 Tiefenmeter weiter unten, trotz der total eingesauten Bikes und Klamotten mit einem breiten Grinsen im Gesicht, kurz vor St. Martin wieder auf die Strasse ausspuckte.

Zu Mittag und zur Verabschiedung der Teilnehmer, die uns bald verlassen mussten, gab es dann in St. Martin einen Cappuccino und einen Strudel und wir fuhren auf der vom ersten Tag bekannten Route zurück über Zwischenwasser wieder in unser „Base Camp“ in St. Vigil.

Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein, putzten unsere Bikes und verabschiedeten uns von Doreen, Michael und Thomas.

Anschließend ließen wir es uns in der tollen Sauna des Chalet Corso gut gehen und begrüßten die nach und nach eintreffenden neuen Teilnehmer der zweiten Hälfte der Acht.

In der Hotelbar gab es dann wieder eine kleine Vorstellungsrunde und danach ging es zum hervorragenden Abendessen und zum Tagesausklang ins Restaurant des Hotels.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:24 km
Uphill:443 Hm
Downhill:1.492 Tm
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03. Juli 2014

Von St. Vigil über Pederü, Faneshütte und Falzaregopass zur Scoiattolihütte bei den Cinque Torri

In neu zusammengesetzter Runde starteten wir am Donnerstag morgen zu einem weiteren Highlight dieser neun Tage. Zunächst fuhren wir in dichten Wolken von St. Vigil durch das Rautal die ersten 300 Höhenmeter auf der Straße hinauf zur Pederü. Auf dem Weg dahin wurde das Wetter immer besser, schließlich rissen die Wolken auf und die Sonne strahlte vom Himmel. An der Pederü-Hütte gab es eine kurze Verschnaufpause und wir nahmen die nächsten 640 Höhenmeter vorbei an der Fanes-Hütte hinauf bis zum Limojoch in Angriff. Wir rollten weiter über die ersten Trails des Tages und legten auf der Großen Fanes Alpe unsere wohlverdiente Mittagspause ein.

Auch wenn ich jetzt schon öfter hier oben war, die Fanes Hochebene mit ihrer unbeschreiblichen Landschaft und den genialen Blicken auf die umliegenden Gipfel fasziniert mich immer wieder auf’s Neue. Es ist einfach unbeschreiblich schön hier oben. Wir nahmen uns ein wenig Zeit um diese herrliche Landschaft zu geniessen bevor wir uns über die Fanes-Hochebene auf den Weg hinaus zum Col de Locia machten.

Der nun folgenden Trail hinunter zur Capanna Alpina ist immer wieder ein Genuß! Das erste Stück wurde wie immer geschoben aber schon bald hieß es wieder auf die Pedale und den technisch schwierigen Trail hinunter zur Falzarego-Paßstraße meistern. Am Parkplatz an der Pass-Straße wartete unsere Gepäck-Shuttle Fahrerin Johanna auf die müden Krieger, die sich die nächsten 500 Höhenmeter zum Valparolo-Pass ersparen wollten. Ich war allerdings noch recht fit und entschloss mich daher dazu mit den anderen Hartgesottenen den Pass selbst zu erstrampeln.

Weiter ging es also auf Forststraßen bergauf, ein kurzes Stück der Pass-Straße folgend und dann links auf der alten Straße über Schnee- und Geröllfelder hinauf zum Valparolo- und weiter zum Falzarego-Pass. Schnell ging es weiter über wunderbare Trails hinunter zur Talstation des Cinque Torri Sesselliftes, die wir vor 17:00 Uhr erreichen mussten.

Gerade noch rechtzeitig schafften wir es zum Lift, fuhren mit diesem hinauf und erreichten schließlich meine Lieblingshütte in den Dolomiten, die Scoiattoli-Hütte. Mit über 1.500 Höhenmetern in den Beinen genossen wir bei herrlichem Wetter und dem einen oder anderen Erfrischungsgetränk den frühen Abend  vor der Hütte. Wir beobachteten die Kletterer in den Cinque Torri, besichtigten die alten Stellungen aus dem ersten Weltkrieg oder ließen es uns in den großen Sitzsäcken vor der Hütte einfach nur gut gehen. Für mich ein absolutes Déjàvu Erlebnis denn bei gleichem Wetter und in der selben Stimmung hatte ich diesen magischen Ort bereits ein knappes Jahr vorher beim TrailCamp erleben dürfen.

Schließlich bezogen wir unsere Zimmer, genossen eine heiße Dusche und trafen uns in der gemütlichen Stube der Hütte zum gemeinsamen Abendessen und zum Tagesausklang bei rotem Wein und rotem Sonnenuntergang vor der Hütte.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:40 km
Uphill:1.536 Hm
Downhill:971 Tm
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04. Juli 2014

Ein Highlight zum Sonnenaufgang und von der Averauhütte über 2.600 Tiefenmeter Trails nach Alleghe

Am Morgen des heutigen Tages stand etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Ali, Michl, Frank, Christoph, Martin und ich stellten uns die Wecker auf 03:30 in der Früh und stiegen mit Stirnlampen bewaffnet und mit den Bikes auf dem Rücken frühmorgens zum Sonnenaufgang zur Nuvolau-Hütte auf (2.575 m). Es war noch recht frisch und die Tische vor der Hütte waren mit einer Eisschicht überzogen. Oben angekommen zogen wir uns die wärmsten Jacken an und genossen den Sonnenaufgang in vollen Zügen. Es ist ein unbeschreibliches Schauspiel wenn die Gipfel von Civetta, Marmolada und Sella nacheinander in frischem Sonnenlicht erstrahlen und man dabei erkennt wie klein und unbedeutend man selbst und der Mensch ganz allgemein inmitten dieser großartigen Kulisse eigentlich ist.

Nach einer wunderschönen, technischen Trail-Abfahrt zurück zur Scoiattoli-Hütte gab es erst mal ein wohlverdientes Frühstück und anschließend ein kurzes Training in Sachen Kurventechnik von unseren Guides.

Danach erklommen wir erneut den Anstieg zur Averau-Hütte und fuhren auf wunderschönen Trails unterhalb des Averau-Gipfels und weiter über tolle Wiesen-Trails und diverse Abkürzer Richtung Falzarego Pass-Straße nach Andraz. Von dort rollten wir auf der Pass-Strasse nach Pieve wo wir eine kurze Cappuccino-Pause einlegten. Danach fuhren wir auf der Straße weiter stetig bergauf bis nach Arabba.

Hier nahmen wir, wie schon einige Tage zuvor, wieder die Seilbahn hinauf zur Porto Vescovo, allerdings bei deutlich schöneren Wetterbedingungen. Oben angekommen ging es diesmal aber nicht auf den Bindelweg, sondern in entgegengesetzter Richtung nach Osten zum Rifugio Padon. Ein kleiner Ausrutscher, bei dem sich Claudia den kleinen Finger ausgekugelt hat trübte die Stimmung ein wenig. Sie musste ins Krankenhaus und konnte danach leider nicht mehr mitfahren. Sehr schade!

Nach der Mittagspause auf der Pardon-Hütte ging es weiter auf für mich bekannten Trails nach Roch und weiter hinunter nach Caprile. Von dort aus fuhren wir auf der rechten Flußseite des Torrente Cordevole Richtung Lago di Alleghe und rollten gegen 18:10 in Alleghe ein. Schnell ging es in die gute Stube im Hotel Alleghe zum Viertelfinalspiel Frankreich – Deutschland. In der Pause wurde geduscht und nach dem siegreichen Spiel war zur Feier des Sieges wieder ein hervorragendes Abendessen mit einem guten Schluck rotem Hauswein angesagt.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:46 km
Uphill:989 Hm
Downhill:3.067 Tm
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05. Juli 2014

Von Alleghe über den Col di Baldi und die Ambrizzolascharte zum Rifugio Croda del Lago. Weiter auf geilen Trails nach Cortina

Am Samstag starteten wir nach dem Frühstück und dem Bike-Check zunächst mit einer Seilbahnfahrt hinauf zum Col die Baldi auf 1.922 m Höhe. Von hier fuhren wir auf Trails, Forststrasse und Strasse zum Passo Staulanza und rollten auf der anderen Seite wieder ca. 100 Höhenmeter hinunter bevor der Forstweg rechts abzweigte und in stetiger Steigung ca. 250 Höhenmeter hinauf zum Rifugio Citta di Fiume (1.917 m) führte.

Hier legten wir eine Cappuccino-Pause ein, anschließend schulterten wir die Bikes und stiegen in knapp 2 3/4 Stunden vorbei an der Malga Prendara hinauf zur Forcella di Col Duro auf 2.302 m. Hier war der höchste Punkt erreicht und von nun an ging es bergab 🙂 .

Zunächst hinunter zur Ambrizzola-Scharte und dann weiter auf herrlichem High-Speed Trail zum Rifugio Croda da Lago wo wir uns bei Spinatknödel und Cappuccino eine ausgiebige Mittagsrast gönnten.

Danach ging es auf sehr geilen technischen Trails, die stellenweise für (fast) keinen fahrbar waren, weiter talwärts bis ins mondäne Cortina D’Ampezzo wo wir gegen 17:30 einrollten.

Im Garten des Hotels tranken wir dann bei leichtem Regen ein frisches Bier bzw. einen Spritz bevor wir die Bikes in der Garage verstauten, die Zimmer bezogen und vom Balkon aus bei wieder schönem Wetter die herrliche Aussicht Richtung Nuvolau genossen von wo wir am frühen Morgen des Vortages auf Cortina hinabgeschaut hatten.

Nach einer ausgiebigen Dusche trafen wir uns im Restaurant des Hotels zum letzten Abendessen der neun Tage, was wir natürlich mit der einen oder anderen Flasche Rotwein gebührend feiern mussten 😉 .

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:28 km
Uphill:880 Hm
Downhill:1.569 Tm
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06. Juli 2014

Von Cortina über die Sennes-Hütte zurück nach St. Vigil

Der letzte Tag der „Großen Acht“ begann wieder mit einer Seilbahn-Auffahrt zum Restaurant Col Druscié auf 1.765 m. Von hier aus fuhren wir zunächst auf einer Forststraße bergab, dann wieder bergauf und schließlich auf dem Meraner Höhenweg (Nr. 409) Richtung Norden. Unterwegs machten wir einen kleinen Abstecher zu Fuß „unter den Wasserfall“, ein wirklich sehenswertes Naturschauspiel!

Weiter ging es auf der Forststraße hinunter zum Parkplatz Sant‘ Uberto von wo die lange und teils sacksteile Auffahrt zur Sennes-Hütte begann. Auf knapp halber Strecke zur Sennes legten wir auf der Malga Ra Stua (1.695 m) unsere Mittagspause ein bevor wir den letzten Aufstieg Richtung Sennes-Hütte in Angriff nahmen. Nur wenige schafften es dabei durchgängig im Sattel zu bleiben.

Schließlich nahmen wir kurz vor der Sennes-Hütte links die Abkürzung und fuhren auf der Forststraße und immer wieder auf schönen Trail-Abkürzern talwärts bis wir schließlich nach der Steilabfahrt durch die Serpentinen wieder an der Pederü-Hütte landeten, wo wir drei Tage zuvor in die zweite Hälfte der Acht gestartet waren.

Nun ging es in schneller Fahrt auf dem Schotterweg und den verbliebenen Trails durch das Rautal zurück nach St. Vigil zu unserem Hotel Chalet Corso wo wir die Bikes in die Autos verluden. Nach der Abschlussbesprechung bei einem kühlen Kaltgetränk ging es noch schnell in der Sauna unter die Dusche und dann machten wir uns auf die Heimreise zurück nach München.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:41 km
Uphill:908 Hm
Downhill:1.463 Tm
Ausgewählte Fotos:
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Es waren neun herrliche Bike-Tage im schönsten Gebirge der Welt mit allem was der Wettergott zu bieten hatte.

Wahnsinns Trails, herrliche Panoramen und unvergessliche Momente in großartiger Landschaft!

Danke an alle Mitfahrer, danke an TrailXperience und vor allem danke an unsere Guides Stefan, Joana, Sebas und unsere Gepäck-Shuttle Fahrerin Johanna!

Alles war perfekt organisiert und wir bekamen für unser Geld wie wir es von euch gewohnt sind eine wunderbare Portion BIKE., NATURE. und SOUL.

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