27. September 2014

Von Fall auf das Dürrenbergjoch


Am letzten Septembersamstag machten Frank und ich mit unseren Bikes eine lange Bergwanderung auf das Dürrenbergjoch. Nach früher Anreise waren wir bereits um viertel nach Acht am Wald-Parkplatz in Fall wo wir das Auto abstellten und uns und unsere Bikes für den Tag fertig machten. Anschließend fuhren wir ein Stück die Teerstraße an der Dürrach entlang Richtung Süden und zweigten nach knapp 2 km links auf einen Forstweg ab, auf dem wir die ersten 100 Höhenmeter noch fahrend zurücklegen konnten.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:23 km
Uphill:1.250 Hm
Downhill:1.250 Tm

Schon bald aber trafen wir auf den Wanderweg Richtung Dürrenberg, legten uns die Fahrräder auf den Rucksack und trugen diese die nächsten 1.000 Höhenmeter den Berg hinauf. Der Weg ist zunächst sehr gut zu gehen, ausreichend breit und mit vernünftiger Steigung. Erst ab einer Höhe von ca. 1.400 m wird es schmaler und schwieriger zu gehen. Ab einer Hütte auf ca. 1.550 m unterhalb des Dürrenbergs wird der Weg dann nochmal schmaler und ausgesetzter. Hier muss man höllisch aufpassen, dass man einen Fuß hinter den anderen setzt und nicht umknickt oder abrutscht.
Wer nicht trittsicher und schwindelfrei ist, sollte von diesem Aufstieg bitte die Finger lassen!
Ab dem Wegabzweig Richtung Schürpfeneck hinunter in die Walchenklamm (auf ca. 1.650 m) wird der Weg wieder etwas breiter, dafür aber auch steiler und er verläuft zunehmend in den Latschen. Wir trugen die Räder zunächst noch ein ganzes Stück bergauf Richtung Dürrenbergjoch, legten sie dann aber am Wegrand ab, da der Weg kaum noch Abschnitte aufwies die man hinterher wieder hätte hinunter fahren können.
So wanderten wir ohne Räder weiter hinauf auf das Joch. Da es bereits relativ spät war und der weitere Weg zum Demeljoch (unserem eigentlichen geplanten Ziel) noch recht weit erschien, entschlossen wir uns den Aufstieg abzubrechen und genossen auf dem Dürrenbergjoch (1.835 m) erst einmal in aller Ruhe unsere mitgebrachte Brotzeit.
Nach der verdienten Pause ging es dann erstmal auf den Abstieg hinunter zu den Rädern, die wir nochmal ein Stück bergab tragen mussten, um dann immer wieder und immer öfter auf dem Rad stehend den Trail bergab zu befahren. Bis zum Schürpfeneck kamen noch einige Gegenanstiege und kurze Tragepassagen bergauf aber dann begann eine wunderbare, z.T. technische Trailabfahrt mit über 800 Tiefenmetern den Hühnerberg hinunter ins Walchental bis zum Ostende des Sylvestein-Stausees.
Dort angekommen nahmen wir die Forststraße nach links und fuhren südlich um den See herum, nochmal mit ein paar Gegenanstiegen, zurück nach Fall zum Ausgangspunkt der Tour.
Eine schöne, anstrengende Bikebergsteige-Runde mit vielen Höhenmetern bergauf zu tragen und einem tollen Trail bergab, der die Mühe des Aufstiegs auf jeden Fall Wert ist!

GPS-Daten:
Ausgewählte Fotos:
Alle Fotos:

6 Kommentare

  1. Zuerst mußt du Kritiker am Bikemountaineering, wie es ein Politiker ausdrücken würde, ABHOLEN u. MITNEHMEN.
    Sollte das nicht klappen, mußt du die Tatsachen ins Gegenteil verkehren u. versuchen, diese verdrehten Tatsachen gegen die Kritiker verwenden.
    Beispiele:
    Berechtigte Kritik an MTB auf Wanderwegen = „pauschale Vorurteile und Meinungen über das Mountainbiken.“
    „regelmäßig nachprüfbare und/oder wissenschaftlich belegte Fakten“ >> WISSENSCHAFTLICH!!! – also absolut unangreifbar.
    „empfehle ich Ihnen diese Veröffentlichung der DIMB“ >> Witzlos, wer z.B. für Schußwaffenbesitz ist, würde auch Studien der NRA (National Rifle Association) empfehlen.
    „Ich setze mich aktiv für ein rücksichtsvolles, umwelt- und sozialverträgliches Mountainbiken auf ALLEN Wegen ein …“ >> Talk is cheap, Digga!
    „Wanderer haben bei uns bei einer Begegnung immer Vorrang!“ >> Ach ja? Wie sieht das in der Praxis aus? Hält der Radler bei der Abfahrt auf schmalen Steigen an u. läßt den Wanderer vorbei? Natürlich!
    „Ich appelliere hiermit an Sie und an die vielen Kritiker unseres Sports: Lassen Sie uns gemeinsam die Natur geniessen, …“ = Ihr gottverdammten Wanderer springt besser zur Seite wenn wir egoistischen Kicksearcher (äh „Naturliebhaber“) up- oder downhill rasen.
    „Ein guter Mountainbiker hinterlässt nämlich keine Spuren!“ >> Richtig! Er gleitet mit seinen Rädern auf Mikro-Luftpolstern dicht über den Boden, ohne ihn zu berühren, geschweige denn irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Dies wurde in etlichen WISSENSCHAFTLICHEN Forschungsarbeiten nachprüfbar verifiziert. Etwaige tiefe Reifenspuren, bevorzugt auf schlammigen Wegen, sind in Wirklichkeit von Blindschleichen u. Schlangen bei ihrer Fortbewegung hinterlassen worden (WISSENSCHAFTLICH belegt).
    „Und wenn ich einen Steig befahre, dann ist er für mich geeignet“ >> Ein Autofahrer zum Polizisten: Wenn ich das Tempolimit überschritten haben sollte, dann war die Straße u. Verkehrssituation dazu geeignet.

    Wenn mir einer von euch Vögeln über die Füße fährt, gibt’s ein Problem – auf einer verdammt sachlichen u. kameradschaftlichen Ebene (unter Einhaltung der DIMB-Trailrules)!
    Ganz nach dem kaukasischen Lebensmotto: „Plattmach’n und plattmachen lass’n!“

    • Ich habe lange überlegt, ob ich diesen „Kommentar“ genehmigen und veröffentlichen soll.
      Da ich gerne alle Seiten zu Wort kommen lassen möchte habe ich mich entschlossen dies zu machen obwohl hier wenig Argumente sondern wieder nur vorgefertigte Meinungen und Vorurteile zum Ausdruck kommen.
      Ich will auch gar nicht alle „Meinungen“ kommentieren nur so viel:
      – Es sind keine Studien der DIMB, sondern unabhängige Studien (Haben Sie die Studien gelesen?)
      – Ob Sie es glauben oder nicht: Ja, wenn uns Wanderer entgegen kommen halten wir an und lassen diese passieren!
      – Uphill rasen halte ich für schwierig 🙂
      – Das mit den Spuren bezog sich auf Bremsspuren und ja natürlich hinterläßt man (genau wie ein Wanderer) Spuren in schlammigen Wegen!
      – Der Vergleich mit dem Autofahrer hinkt, da steht nämlich nicht im Gesetz, dass man überall mit „geeigneter Geschwindigkeit“ fahren darf!
      Schade, dass Sie nicht verstanden haben worum es mir geht:
      Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will! (aber man muss halt auch wollen!)

  2. Hallo Markus,
    sind es engstirnige Typen wie du, die anderen ihren Spass nicht gönnen können?
    Dass deine Argumente aus der Luft gegriffen sind, hat Chris schon dargelegt.
    Bleibt also nur noch dein Motiv „andersdenkende“ aus deinem Dunstkreis zu verbannen.
    Ein Urteil ohne Begründung wird zum Vorurteil, da helfen dann auch keine 14 Ausrufezeichen.

    Vieleicht kommt der Tag, wo du abends um 5 mit gebrochenem Knöchel am Berg hängst und jeder andere Wanderer längst im Tal ist.
    Und dann kommt kurz vor Sonennuntergang noch ein Biker um die Ecke…

    Miteinander statt gegeneinander!

  3. Am Anfang habt ihr schon richtigerweise WADERWEG geschrieben, ein solcher soll es auch bleiben!!! Wenn es mehrere Typen wie euch gibt, kann man die Wandersteige nur noch mit Klettersteigset begehen weil sie einfach unbegehbar sind!!!
    Radfahrer auf die Straße und Wanderer auf Steige!!!
    Hoffentlich keine Nachahmer!!!!!

    • Lieber Markus,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Beitrag „Bikebergsteigen auf das Dürrenbergjoch“ und für Ihren Eintrag in meinem Gästebuch.
      Ihre Bemerkungen zeigen, dass leider nach wie vor viele pauschale Vorurteile und Meinungen über das Mountainbiken verbreitet werden, denen jedoch regelmäßig nachprüfbare und/oder wissenschaftlich belegte Fakten entgegenstehen:
      „Das Mountainbiken gehört zu den umweltfreundlichsten Sportarten. Der in der öffentlichen Diskussion vielfach erweckte Eindruck, die Mountainbikefahrer seien „Naturzerstörer“, entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage.“ ist z.B. das Fazit von Hans-Joachim Schemel und Wilfried Erbguth im Handbuch Sport und Umwelt (3. überarbeitete Auflage, Aachen 2000, Seite 342, 343) und dem ist wenig hinzuzufügen.
      Wenn Sie sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die diese Veröffentlichung der DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike e.V.).
      Ich setze mich aktiv für ein rücksichtsvolles, umwelt- und sozialverträgliches Mountainbiken auf ALLEN Wegen ein und weise in meinen Beiträgen immer wieder auf die Einhaltung der DIMB-Trailrules hin (sh. OPEN TRAILS!).
      Meine Bike-Freunde und ich sind allesamt Natur- und Bergliebhaber, wie Sie selbst wohl auch! Wanderer haben bei uns bei einer Begegnung immer Vorrang!
      Aber wir wehren uns gegen die immer wieder gehörten Vorurteile, allen voran: Die Biker machen die Wege kaputt!
      Dass dies nicht stimmt können Sie in der oben genannten Studie nachlesen! Ein guter Mountainbiker hinterlässt nämlich keine Spuren!
      Worauf begründen Sie Ihre Aussage: „Radlfahrer gehören auf die Straße oder Forstweg aber nicht auf einen Steig.“ Die Rechtslage ist zumindest bei uns in Bayern immer noch so, dass ich mit dem Fahrrad „geeignete Wege“ befahren darf. Und wenn ich einen Steig befahre, dann ist er für mich geeignet (oder wer will das besser beurteilen als ich selbst?)! Ansonsten steige ich ab und schiebe oder trage mein Fahrrad. Und all das zerstört den Weg nicht mehr oder weniger als wenn ich ohne Fahrrad unterwegs bin!
      Ich appelliere hiermit an Sie und an die vielen Kritiker unseres Sports: Lassen Sie uns gemeinsam die Natur geniessen, jeder auf seine Weise und nach seiner Vorliebe! Lassen Sie uns rücksichtsvoll und kameradschaftlich miteinander umgehen. Ich weiß, dass dies funktioniert – wenn man nur will! Mit ein wenig Verständnis für die „Anderen“ und gutem Willen ganz nach dem bayerischen Lebensmotto: „Leb’n und leb’n lass’n!“
      Gerne führe ich die Diskussion auf sachlicher Ebene weiter – per Mail oder öffentlich auf meiner Webseite – ganz wie Sie wollen.
      Viele Grüße, Berg heil und OPEN TRAILS!
      Christian

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