30. November 2014

Am 1. Advent mit Aurel und den Schymik’s von Grän auf das Brentenjoch

Am letzten Tag im November traf ich mich sehr früh am Morgen mit Aurel und wir fuhren durch dichten Nebel und bei Minustemperaturen ins Tannheimer Tal. Kurz vor 9 Uhr trafen wir uns in Grän mit Roland und Carsten Schymik, die uns heute mit auf das Brentenjoch nehmen wollten.

Wir machten uns bekannt, packten unsere Räder aus dem Auto und unsere Rucksäcke auf den Rücken und schon fuhren wir, zunächst auf geteertem Forstweg, bergauf Richtung Füssener Jöchl.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:17 km
Uphill:1.185 Hm
Downhill:1.185 Tm

In mäßiger Steigung führte uns der Weg nach oben, ging bald in einen Schotterweg über und eine knappe Stunde und gute 400 Höhenmeter später legten wir an der Gessenwangalm eine erste kleine Pause ein. Bedingt durch die Inversionswetterlage wurde es mit zunehmender Höhe merklich wärmer, so dass wir uns der ersten Kleidungsstücke entledigen konnten!

An der Alm endete die Forststraße und wir fuhren auf dem Wanderweg weiter dem Füssener Jöchl entgegen. Teilweise war es hier schon recht steil, so dass ich öfter aus dem Sattel musste. Ein Stück weiter wurde der Pfad wieder gut fahrbar und führte uns teilweise auf Holzstegen über die nassen Wiesen bergauf. Schließlich wurde der Weg aber unfahrbar und so legten wir uns die Räder auf den Rucksack und trugen diese bergauf zum Füssener Jöchl wo sich der Blick hinunter ins Allgäu bzw. auf den darauf ruhenden Nebel auftat. Von oben ein toller Anblick!

Von hier fuhren wir noch einmal steil nach oben am Gamskopf vorbei zur Bergstation der Jochalpe Seilbahn und auf dem Tannheimer Höhenweg über das Joch unterhalb der Sefenspitze. Im ersten, nordseitigen Teil der anschließenden Abfahrt zur Sebenalm lag noch eine Menge Schnee und so fuhren wir zunächst auf den z.T. festgetretenen Wanderspuren, dann auf herrlichem Trail bis zur Alm wo wir kurz nach 11 Uhr eine weitere kleine Pause einlegten.

Die nächsten 350 Höhenmeter bis zum 2.001 m hohen Brentenjoch hieß es dann wieder „bikebergsteigen“ und so wanderten wir mit den Rädern auf dem Rücken hinauf zum Gipfel, den wir kurz nach 12 Uhr erreichten. In Gesellschaft einiger weniger Wanderer legten wir nun unsere verdiente Gipfelpause ein, stärkten uns mit der mitgebrachten Brotzeit und genossen bei herrlichem Herbstwetter die tollen Ausblicke hinunter auf das Nebelmeer und auf die umliegenden Gipfel.

Schließlich legten wir unsere Schoner an und versuchten uns an der westseitigen Abfahrt über den Gratweg hinunter zur Bad Kissinger Hütte. Dieses Vorhaben gaben wir jedoch bald auf, da die Abfahrt durch die dichtstehenden Latschen unmöglich war. Also drehten wir um, trugen die Räder wieder bis fast zum Gipfel hinauf und nahmen die Abfahrt nach Süden hinunter zur Sebenalm, die wir auch heraufgelaufen waren.

Die Schwierigkeit des Trails, die laut Carsten bei S3, stellenweise S4 liegt, war für mich an vielen Stellen eine Nummer zu hoch und so musste ich des öfteren aus dem Sattel um die Schlüsselstellen hinunter zu schieben und die drei Fahrtechnikmeister bei ihren Kunststücken zu bewundern. Von der Sebenalm ging es dann noch ein Stück Richtung Norden, doch bald führte der immer noch recht technische Trail in westlicher Richtung hinunter ins Tal.

Schließlich rollten wir die letzten Meter auf der Forststraße aus bevor wir wieder in Grän ankamen und zu den Autos fuhren, die wir gegen 14:30 erreichten.

Anschließend gab es bei einer „Abschlußbesprechung“ in einem nahegelegenen Wirtshaus noch eine kleine Erfrischung und schließlich verabschiedeten wir uns von den Schymik’s und tauchten wieder in die Nebelsuppe Richtung München ein.

Vielen Dank an Roland und Carsten für’s dabei sein dürfen, danke an Aurel für die Begleitung und danke, dass ihr immer so geduldig auf den „langsamen, alten Sack“ gewartet habt 🙂 .

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