26. August 2015

Harte Auffahrt aber genialer Single-Trail bergab

An diesem Spätnachmittag wollten wir die Rotwand-Trails am Spitzingsee unter die Stollen nehmen. Matthias hatte (inspiriert von diesem Eintrag auf freeride.today) gerufen und Frank, Hans-Jörg und ich folgten seinem Aufruf.

Ich fuhr direkt nach einem Kundentermin zum Spitzingsee, war schon ein wenig vor der vereinbarten Zeit vor Ort und begab mich (da ich sowieso meistens der Langsamste bin) schon einmal vor den Anderen auf die Auffahrt zur Rotwandhütte.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:18 km
Uphill:985 Hm
Downhill:985 Tm

Vom Spitzingsee folgte ich kurz der Straße in die Valepp, schon bald aber nahm ich die Abzweigung nach links Richtung Rotwand. Zunächst noch gut fahrbar auf Teer, dann auf einer Forststraße mit z.T. fiesen Rampen geht es fast durchgehend ca. 650 Hm hinauf bis zum Rotwandhaus.

Trotz meiner nicht allzu guten Kondition schaffte ich es – zwar mit einigen Pausen, aber immerhin – die Strecke in ca. 1,5 Stunden komplett zu fahren. Ein kurzes Stück vor dem Rotwandhaus holte mich Matthias ein, der heute mal mit seinem selbstgebauten E-Bike unterwegs war. Gemeinsam fuhren wir den Rest bis zur Hütte und da Frank & Hans-Jörg noch ein gutes Stück hinter uns waren, entschlossen wir uns noch mit den Bikes auf den Gipfel der Rotwand aufzusteigen.

Wir schoben also die Räder Richtung Gipfel, trugen diese noch das letzte Stück bis zum Kreuz (1.884 m) und genossen von hier oben den herrlichen Rundumblick in die abendliche Berglandschaft.

Nachdem wir die Räder die ersten Höhenmeter wieder hinuntergetragen hatten, rollten wir auf dem breiten und recht unspektakulären Wanderweg wieder hinunter zur Rotwandhütte, wo genau in diesem Augenblick Frank und wenig später auch Hans-Jörg ihre schweißtreibende Auffahrt hinter sich gebracht hatten.

Bevor es wieder bergab ging, gönnten wir uns in der Abendsonne vor der Hütte noch ein isotonisches Sportgetränk und machten uns bereit für die vor uns liegende Abfahrt.
Und die hat es dann auch wirklich in sich! Anfangs in vielen Teilabschnitten für uns nicht fahrbar, da z.T. extrem verblockt, dann aber bis zur Kümplalm immer besser werdend hat es Matthias tatsächlich geschafft sich in diesem Abschnitt drei Platten zu fahren 🙂 .

Ab der Kümpflalm wird der Trail dann zum absoluten Sahnestück! Technisch anspruchsvoll aber nicht zu schwierig zieht er sich durch den Wald, über Felsen, Stufen und Wurzeln bis hinunter in den Pfanngraben.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kamen wir alle auf dem nun folgenden flacheren Wegabschnitt an, der aber nicht minder Spaß macht – nur halt anders. Mit einem super Flow braust man den schmalen Weg am Pfanngraben bergab und kann dabei in den Kurven immer wieder den Grenzbereich seiner Reifen ausloten. Landschaftlich herrlich schießt man, um diese Uhrzeit ohne einen einzigen Wanderer (tagsüber sieht das sicher anders aus – also Vorsicht), am Rand der Schlucht des Pfanngrabens bergab und trifft schließlich bei der Waitzinger Alm Winterstube wieder auf die Valepp-Teerstraße.

Auf der Straße pedalierten wir dann bei bereits einbrechender Dunkelheit die restlichen 3 km und 130 Hm wieder hinauf bis zum Spitzingsee, wo wir unsere Bikes auf / in die Autos verluden.

Zum Abschluss des wirklich gelungenen Abends kehrten wir noch am Spitzingsee in der Wurzhütte ein und ließen es uns dort gut gehen, bevor wir die Heimfahrt zurück nach München angingen.

Insgesamt eine sehr geile Runde mit einem der besten Trails der Region die ich kenne! Danke an Matthias für die Idee und an Frank und Hans-Jörg für’s dabei sein.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass im „Landschaftsschutzgebiet Rotwand das Radfahren auf Wanderwegen und Steigen gemäß Verordnung vom 25.11.91 des Landratsamtes Miesbach verboten“ ist!
Ein entsprechendes Schild liegt am Traileinstieg!

GPS-Daten:
Ausgewählte Fotos:
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