09. August 2015

Early Morning Tour auf den Gipfel des Schildenstein

Was macht man, wenn die Temperaturen zum biken eigentlich viel zu heiß sind? Entweder spät Abends oder früh Morgens aufbrechen! An diesem Sonntag entschieden wir uns für die zweite Variante!

Bereits um kurz vor 4:00 Uhr sammelte ich in München Manfred und Hans-Jörg auf und wir fuhren weiter Richtung Tegernsee. Eine knappe Stunde später trafen wir uns am großen Wanderparkplatz kurz vor Wildbad Kreuth mit Matthias und Wolfgang und um kurz nach 5 Uhr saßen wir fünf bereits auf den Bikes und fuhren an der Weißach entlang zum Wanderparkplatz am Schwarzenbach.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:17 km
Uphill:1.200 Hm
Downhill:1.200 Tm

Da es noch dunkel war, hatten wir die Lampen dabei und fuhren von dort weiter bergauf immer Richtung Königsalm. Langsam wurde es heller und um kurz nach 6:00 Uhr legten wir eine Pause ein um den Sonnenaufgang zu beobachten und zu fotografieren. Trotz der frühen Uhrzeit war es schon recht warm und dampfig, so dass wir bereits ordentlich ins Schwitzen kamen.

Danach fuhren wir bis zur Königsalm (1.120 m), die wir gegen 6:45 erreichten. Kurz nach der Alm begann dann die Tragestrecke hinauf zum Graseck, wo wir nochmal eine kurze Pause einlegten.

Weiter ging es mit einer kurzen Fahr- und Schiebeeinlage bis zum Weidezaun auf ca. 1.280 m, danach hieß es wieder einmal „Wandern mit Übergepäck“. Die Räder kamen auf den Rucksack und wir stiegen bergauf Richtung Schildenstein (1.613 m), den wir gut eine Stunde später (ca. 8:35 Uhr) bezwungen hatten.

Da man zu so früher Stunde natürlich einen Kaffee braucht, hatten wir die Bialetti dabei und haben uns einen frischen Gipfelkaffee aufgebrüht. Die zwei Wanderer, die kurz nach uns am Gipfel eintrafen, staunten nicht schlecht, dass wir hier mit den Bikes heraufgekommen waren und waren noch mehr überrascht, als sie den frischen Kaffeegeruch in die Nase bekamen 🙂 .

Nach ausgiebiger Gipfelrast und Genuss des Kaffees, unseres mitgebrachten Frühstücks und der herrlichen Aussicht packten wir ca. eine Stunde später wieder zusammen, legten unsere Schoner an und dann ging es den herrlichen, technischen Trail wieder bergab.

Zunächst musste noch ein Stück getragen werden, aber dann konnten wir den größten Teil fahrend bewältigen und mussten nur an ein paar wenigen, extrem schwierigen Schlüsselstellen absteigen.

Die Abfahrt bis zum Graseck führte uns auf der Aufstiegsroute zurück, von dort ging es dann geradeaus weiter vorbei an der Geißalm und auf herrlichen Trails wieder hinunter nach Wildbad Kreuth und weiter zu den Autos, wo wir gegen 11:20 wieder ankamen.

Wir verluden die Räder und fuhren zum Tegernsee um uns im kühlen Wasser bei einem Bad zu erfrischen. Manfred, Hans-Jörg und ich genehmigten uns noch einen Ruß’n auf der dort stattfindenden Oldtimer-Rally und anschließend fuhren wir wieder zurück nach München.

Es war ein herrlicher Tag mit genialen Trails! Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt!

GPS-Daten:
Ausgewählte Fotos:

5 Kommentare

  1. Wir sind die Tour gestern zu zweit nachgefahren und ich muss schon sagen, der Trail ist wahrscheinlich der beste Naturtrail, den ich je gefahren bin. Einfach genial! Im Buch „Die schönsten Singletrails der Alpen“ von Holger Meyer habe ich zuerst von dieser Abfahrt erfahren und bin dann durch Recherche auf deine Homepage hier gestoßen. In Zukunft werde ich wohl einige der Touren nachfahren. Tolle Seite!
    Noch als kleiner Tipp für eventuelle Nachahmer: Am Wochenende lieber eher spät als früh starten. Wir sind mittags losgefahren, dabei sind uns schon massig Wanderer entgegengekommen. Auf dem Gipfel war kaum noch Platz für unsere Räder. Manche Wanderer waren begeistert, andere entsetzt. Um vier Uhr haben wir nach langer Pause mit der Abfahrt begonnen, was jedoch immer noch zu früh war. Insgesamt mussten wir an ca. 10 Wandergruppen vorbei. Wenn man die Fahrweise anpasst und freundlich grüßt, enstehen bis auf ein paar grimmige Blicke und blöde Sprüche aber dennoch keine Konflikte. Entgegengekommen sind uns beim Downhill 4 Biker. Die haben es richtig gemacht. An stark frequentierten Tagen bitte so spät wie möglich starten.

  2. Ich bin heute nach langer Zeit wieder einmal den Wanderweg übers Graseck zum Schildenstein gegangen und habe mir dabei gleich gedacht, dass das doch ein schöner Trail fürs MTB sein müsste, zumindest ab dem Graseck hinunter nach Wildbad Kreuth. Im Internet finde ich jetzt diese Diskussion, zu der ich etwas beitragen möchte. Ich bin 61 Jahre alt und gehe seit Kindheit in die Berge, zwar nicht extrem, aber schon lange. Seit mehreren Jahren bin ich auch MTBer und achte beim Wandern immer mehr auch darauf, ob ein Weg mit meinem Können befahrbar wäre, und wie ich fahren würde. Wenn ich die Spuren, die MTBer hinterlassen – ganz ohne Spuren geht es nicht immer – mit denen vergleiche, die die Wanderer hinterlassen, dann sind die Biker bestimmt nicht schlimmer. Schon seit Kindheit kenne ich die Schilder, die darauf hinweisen, dass Abkürzer die Vegetation beschädigen und zu mehr Erosion führen. Das kann man auch gut auf dem besagten Weg zum Schildenstein beobachten, wo sich stellenweise mehrere Trampelpfade nebeneinander gebildet haben. Ich habe keine einzige Spur gesehen, die zusätzlich von Radlern verursacht worden wäre. Die paar Radler, die sich die Mühe machen, das Rad von der Königsalm bis zum Graseck zu tragen, um dann Freude am Trail zu haben, könnten sowieso nicht viel Schaden anrichten, auch wenn sie rücksichtslos über die Grasnarbe bremsen würden. Und das macht ein MTBer, der was auf sich hält, sowieso nicht! Er oder sie erschreckt auch keine Wanderer bewusst; und die Kinder der Wanderer werden vielleicht später auch begeisterte MTBer werden. Ist doch schön, wenn die Jungen dadurch in die Berge kommen, statt mit Motorrädern über die Passstraßen zu donnern! Wie viel Platz braucht ein MTB-Reifen? Wenn Herr van der Piepen auf den MTB-Trail in der Langenau verweist, ist das doch ein bisschen unfair. Würde er sich mit einer Standardtour zufrieden geben, die gänzlich durch den Wald führt, ohne Aussicht, und immer nur dasselbe?
    Der Christian Scheu hat doch vollkommen Recht, wenn er dafür plädiert, rücksichtsvoll und kameradschaftlich miteinander umzugehen, und jedem seinen Spaß zu lassen, solange er auf die Natur und die Mitmenschen Rücksicht nimmt.

    • Sehr geehrter Herr van der Piepen,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Beitrag „Über die Königsalm auf den Schildenstein“.
      Der Kommentar wurde im Übrigen nicht gelöscht, ich hatte lediglich bisher keine Zeit die Veröffentlichung des Kommentars zu genehmigen, da ich auf einer Dienstreise war.
      Wie Sie sich sicher vorstellen können, laufen über meine Homepage unzählige Spam-Kommentare ein, deshalb müssen „echte Kommentare“ von mir manuell freigeschaltet werden. Da ich neben dem Betrieb meiner privaten Homepage einer geregelten Arbeit nachgehe, kann die Freischaltung leider nicht immer unmittelbar erfolgen.
      Zu Ihrem Kommentar: Auf dem von uns begangenen und befahrenen Weg vom Graseck zur Geißalm und weiter nach Wildbad Kreuth sind keinerlei Schilder vorhanden, die ein Befahren mit dem Mountainbike verbieten!
      (Meines Wissens ist lediglich der Trail von der Königsalm Richtung Geißalm gesperrt.)
      Ein Bike-Verbot zum „Schutz der Natur und der Wanderer“ ist auch gar nicht nötig, wenn man sich als Biker an die von mir in jedem Artikel propagierten DIMB-Trailrules hält und Rücksicht auf Wanderer nimmt!
      Das häufig anzutreffende und auch von Ihnen verbreitete Vorurteil, dass Mountainbiker die Wege zerstören stimmt nicht und ist sogar wissenschaftlich widerlegt:
      „Das Mountainbiken gehört zu den umweltfreundlichsten Sportarten. Der in der öffentlichen Diskussion vielfach erweckte Eindruck, die Mountainbikefahrer seien „Naturzerstörer“, entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage.“ ist z.B. das Fazit von Hans-Joachim Schemel und Wilfried Erbguth im Handbuch Sport und Umwelt (3. überarbeitete Auflage, Aachen 2000, Seite 342, 343) und dem ist wenig hinzuzufügen.
      Wenn Sie sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die folgende Veröffentlichung der DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike e.V.):
      http://dimb.de/images/stories/pdf/anlagen/Hessen2012/HEWaldG_Anlage_1_zur_Offiziellen_Stellungnahme.pdf
      Ich setze mich aktiv für ein rücksichtsvolles, umwelt- und sozialverträgliches Mountainbiken auf ALLEN Wegen ein und weise in meinen Beiträgen immer wieder auf die Einhaltung der DIMB-Trailrules hin (sh. http://scheu.eu/open-trails/).
      Meine Bike-Freunde und ich sind allesamt Natur- und Bergliebhaber, wie Sie selbst wohl auch! Wanderer haben bei uns bei einer Begegnung immer Vorrang.
      Aber wir wehren uns gegen die immer wieder gehörten Vorurteile, allen voran: Die Biker machen die Wege kaputt!
      Dass dies nicht stimmt können Sie in der oben genannten Studie nachlesen! Ein guter Mountainbiker hinterlässt nämlich keine Spuren!
      Natürlich gibt es unter den Bikern Schwarze Schafe, die sich nicht an diese Regeln halten – aber deswegen können nicht alle Biker in Sippenhaft genommen werden!
      Ich appelliere hiermit an Sie und an die vielen Kritiker unseres Sports: Lassen Sie uns gemeinsam die Natur geniessen, jeder auf seine Weise und nach seiner Vorliebe – nur darum geht es und nicht darum „sich unbedingt selbst zu verwirklichen“!
      Lassen Sie uns rücksichtsvoll und kameradschaftlich miteinander umgehen. Ich weiß, dass dies funktioniert – wenn man nur will!
      Mit ein wenig Verständnis für die „Anderen“ und gutem Willen ganz nach dem bayerischen Lebensmotto: „Leb’n und leb’n lass’n!“
      Viele Grüße, Berg heil und OPEN TRAILS!

  3. Der Weg über Graseck-Geißalm- Wildbad Kreuth ist strikt gesperrt für Mtb-fahrten! Dies sollten auch Sie beachten und mit dieser Veröffentlichung nicht auch noch prahlen !
    Dies ist einer der wenigen Wege im Tegernseer Tal die für Mountainbikes gesperrt sind . Das dient zum Schutz der Natur und der Wanderer , welche gerne mit ihren Kindern diesen schönen und schattigen Weg zur Königsalm benutzen. Der Weg ist aufwendig saniert worden und sollte nicht durch MTB-Fahrer baldigst zerstörrt werden, die glauben ,mit so einer Abfahrt sich unbedingt selbst verwirklichen zu müssen. Dafür gibt es den MTB-Trail in der Langenau.
    Mit einem nicht sehr freundlichen Gruß
    Wolfgang van der Piepen

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