03. – 10. Oktober 2015

Geniale „Six-Days“ im äußersten Nord-Westen Italiens

Nachdem ich schon viel Gutes über das TrailCamp Aostatal gehört hatte, entschloss ich mich in diesem Jahr bei TrailXperience das Camp zu buchen.

Die Klamotten waren gepackt, das Bike auf dem Heckträger verladen und so ging es am Samstag in der Früh los Richtung Süd-Westen. Meine beiden Mitfahrer, Anja und Jörg sammelte ich in Neuried bzw. in Memmingen auf und wir fuhren über Lindau, Zürich, Bern, Montreux und Martigny Richtung Italien. Am Grossen Sankt Bernhard nahmen wir die Straße über den Pass, die erhoffte Aussicht blieb uns allerdings verwehrt, da der Pass und die Berge im dichten

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Gesamt-Daten:
Entfernung:185 km
Uphill:6.628 Hm
Downhill:10.992 Tm

Nebel lagen. Schneereste am Straßenrand zeugten noch vom kürzlichen Niederschlag und es war zapfig kalt.

Am späten Nachmittag kamen wir gut in unserem Hotel Le Charaban in Aosta an, bezogen die Zimmer und trafen uns mit unseren Guides Sebas und Felix sowie den restlichen Teilnehmern zum Briefing und zum anschließenden Bike-Check. Danach gab es ein hervorragendes 3-Gänge Menü und die eine oder andere Flasche Rotwein, so dass wir uns sofort wie im Urlaub fühlten.

In der Nacht regnete es in Strömen und als wir ins Bett gingen hofften alle, dass der Wetterbericht recht behalten möge, der für den nächsten Tag wieder besseres Wetter vorausgesagt hatte.

04. Oktober 2015

Vom Grossen Sankt Bernhard nach Aosta

Und ja, der Wetterbericht sollte recht behalten! Am nächsten morgen schien die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel. Nach einem hervorragenden Frühstück trafen wir uns um 9:00 Uhr im Hof des Hotels und schon bald kam Massimo von Aosta Valley Freeride mit seinen beiden Shuttles und wir verluden die Bikes auf die Hänger. Kurze Zeit später fuhren wir bereits hinauf Richtung Grosser Sankt Bernhard Pass. Da es in der Nacht bis auf ca. 2.000 m herunter geschneit hatte, konnten wir aber nicht wie geplant vom Pass, sondern mussten ein Stück unterhalb auf ca. 2.200 m starten.

Auch hier war aber noch alles weiß und so begann unsere erste Abfahrt im Schnee, ein wunderschönes Erlebnis! Wir querten zunächst auf einem schmalen Forstweg, später auf Singletrail Richtung Süd-Osten bis uns ein herrlicher Wald-Trail mit etlichen gut fahrbaren Kehren wieder hinunter Richtung Ss27 (Straße von Aosta zum Sankt Bernhard) führte. Querliegende Wasserrinnen sorgten dabei (auch bei den Guides 🙂 ) für einige Plattfüße aber schließlich kamen wir alle mit einem breiten Grinsen im Gesicht unten an der Straße an.

Wir fuhren auf dieser ein kurzes Stück talwärts, bevor wir in einer Kehre geradeaus der Forststraße folgten. Diese fuhren wir gute 200 Höhenmeter bergauf, bevor rechts ein wiederum toller Trail abbog, der uns durch den Wald hinunter nach Saint Oyen führte. Weiter ging es ein kurzes Stück auf der Straße nach Etroubles, wo wir in einem guten Restaurant unsere Mittagspause einlegten.

Nach dem Essen fuhren wir wieder bergauf Richtung Norden ganz hinter in ein Seitental bei Etroubles. Nach ca. 460 Höhenmetern ging es am Talende auf die andere Seite und auf einem sehr flowigen Waldweg zunächst flach bergab. 3 km später bogen wir dann rechts in einen sehr genialen z.T. technischen Trail, der uns schließlich wieder in Etroubles ausspuckte.

Von hier aus fuhren wir dann mit ein paar kleineren Gegenanstiegen noch einmal 600 Tiefenmeter auf Nebenstraßen und Trails z.T. durch die Weinberge wieder hinunter in unser Hotel nach Aosta.

Der tolle erste Tag wurde natürlich mit einem Bier bzw. einem Spritz auf der Hotelterasse begossen und anschl. machten sich die meisten noch an die Bikewäsche und -pflege. Bei mir war das schnell erledigt und so ging ich zum Duschen auf unser Zimmer.

Kurz darauf kam mein Zimmergenosse, Sören recht aufgeregt nach oben. Er hatte – gut gemeint – unsere Fahrräder nach der Pflege mit seinem Krypton-Bügelschloss zusammengesperrt und dann den Schüssel dafür zusammen mit dem Fahrzeugschlüssel in seinem Auto eingesperrt 🙁 .
Jetzt hieß es einen Kurier für den Ersatzschlüssel organisieren und eine Möglichkeit zu finden, wie wir für die Tour am nächsten Tag wieder an unsere Bikes gelangen konnten. Der Hotelchef meinte es gäbe einen Schlosser in der Nähe und den wollte er am nächsten morgen anrufen…

Wir verschoben deshalb den Tourstart am nächsten Tag um eine halbe Stunde und gingen erst einmal zum Abendessen ins Restaurant und anschl. an die Bar.
Sören ließ das Ganze jedoch keine Ruhe und er machte sich mit dem Hotelchef noch einmal auf den Weg in Garage und Werkstatt. Schließlich kam der Hotelier mit einer großen Flex und eine halbe Stunde später war das Krypton-Schloß aufgeschnitten.

Wir konnten also beruhigt schlafen gehen, der Tour am nächsten Tag sollte nichts mehr im Wege stehen.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:48,6 km
Uphill:1.016 Hm
Downhill:2.563 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

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05. Oktober 2015

Von Vetan zum Rifugio Monte Vallère und zum Lago Vallère

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verluden wir die Bikes in die Shuttles bzw. auf den Anhänger und fuhren von Aosta in das ca. 1.700 m hoch gelegene Vetan Dessous. Dort oben genossen wir erst mal die herrliche Aussicht hinunter ins Aostatal bevor wir uns, zunächst auf Teer-, bald auf Schotterstraße, auf den Weg noch weiter hinauf machten. Der Weg führte uns mit herrlichen Panoramen vorbei an den Almen Chatalanez, Pesse Desot und Grand Arpilles immer weiter hinauf bis auf fast 2.400 m Höhe.
Dort legten wir beim Rifugio Mont Fallère unsere wohlverdiente Mittagspause ein. Das Rifugio hatte zwar schon geschlossen aber wir hatten natürlich im Tal feinstes Picknick eingekauft und auf die Rucksäcke verteilt. Die vielen Leckereien kamen also wieder zum Vorschein und wurden auf dem Tisch vor dem Rifugio ausgebreitet und anschließend genüßlich verspeist. Es geht doch nichts über ein gutes Picknick an der frischer Bergluft! Anschließend gab es – wie sollte es bei TrailXperience auch anders sein – natürlich noch einen frisch gebrühten Kaffee aus der Bialetti.

Nach der wohlverdienten Stärkung packten wir zusammen und fuhren auf einem schönen Trail hinunter zur Tza de la Comba, folgten dem Weg Richtung NO und bogen schließlich links ab hinauf zur Tza de Morgnoz. Ab hier hieß es dann BikeBergSteigen! Wir legten uns also die Fahrräder auf die Rucksäcke und wanderten ca. 150 Höhenmeter hinauf bis zum Lago Fallère auf 2.420 m Höhe. Ein schöner Trail führte uns am Ufer des Sees entlang bis zur Ostseite.
Hier hieß es dann wieder Schoner anlegen, denn jetzt folgte eine wunderbare Trail-Abfahrt über Nouva Richtung SO und hinunter nach Thouraz Dessus.

Von dort ging es wieder ein kleines Stück bergauf Richtung NW bevor wir wiederum auf einem tollen Trail Richtung S nach Bellun auf 1.400 m hinunter fuhren. Die nächsten 600 Tiefenmeter bis hinunter zur Kreisstraße waren der absolute Hammer! Ein Wahnsinns-Trail, der wohl von den Locals als Downhill-Strecke genutzt wird und der einige technische Leckerbissen zu bieten hatte, spuckte uns mit einem sehr breiten Grinsen im Gesicht an einem kleinen Parkplatz an der Straße aus.

Einige von uns hatten noch die Kondition und vor allem die Motivation bis ins Hotel nach Aosta zurück zu fahren. Ich schloß mich aber der Shuttle-Fraktion an, wir fuhren hinunter nach Sarre, tranken dort noch einen schönen Espresso und ließen uns anschließend mit dem dort abgestellten TrailXperience-Bus wieder zurück ins Hotel fahren. Dort gab es natürlich wieder ein Abschlußgetränk auf der Terrasse und nach dem Duschen wieder ein tolles Abendessen im Hotel-Restaurant.

 

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:27,6 km
Uphill:1.071 Hm
Downhill:2.153 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

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06. Oktober 2015

Von Coveyrand-vieu auf den Mont-Blanc (2.203 m)

Bereits am Vortag war das Wetter am Nachmittag nicht mehr ganz so schön und an diesem Morgen sah es auch nicht besonders einladend aus. Dicker Nebel hing in den Bergen und es war naßkalt. Trotzdem ließen wir uns nicht abhalten und fuhren morgens mit den Shuttles nach Coveyrand-vieu um den kleinen, gleichnamigen Bruder des großen Mont-Blanc zu bezwingen. Als wir aus den Shuttles ausstiegen nieselte es leicht aus dem Nebel und so zogen wir zunächst unsere Regenklamotten an. Es ging zunächst ein ganzes Stück auf der Teerstraße bergauf bis diese in einen Schotterweg überging. Von 1.200 m kurbelten wir hinauf bis auf knapp 2.200 m bis zu einer kleinen Hütte knapp unterhalb des Gipfels und schon bald wurde das Nieseln weniger und die Regenjacke verschwand im Rucksack. Der Anstieg war zunächst recht gut fahrbar, wurde dann aber z.T. sacksteil, so dass ich immer wieder aus dem Sattel musste um das eine oder andere Stück zu schieben. Eine ganze Weile nach den „Konditionstieren“, die komplett durchgefahren sind (Respekt!) kam ich an der Hütte an. Dort ließen wir die Räder stehen und stiegen die restlichen 30 – 40 Höhenmeter bis zum Gipfel auf. Dort oben war es ziemlich zapfig, wir zogen trockene Klamotten und dicke Jacken an und richteten die mitgebrachte Brotzeit her.

Gemeinsam verspeisten wir wieder die vielen lokalen Spezialitäten und wärmten uns anschließend an einem frischen Kaffee. Danach machten wir uns „trailfertig“, stiegen zu den Rädern ab und dann ging es auf einem Wahnsinns-Trail wieder bergab. Anfangs mit einigen unfahrbaren Stellen wurde der Trail bald flowiger, blieb aber technisch immer interessant und machte auch im nassen Zustand einen riesen Spaß. Zwischendurch fing es wieder leicht an zu regnen aber auch die Sonne kam kurz zum Vorschein, so dass wir einen schönen Regenbogen bewundern durften.

Nach etlichen genialen Trail-Tiefenmetern ging es schließlich ohne viel Regen auf der Forst- und zuletzt ein kurzes Stück auf der Teestraße wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Dort kehrten wir im Restaurant Le Solitaire ein und sorgten für den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes.
Ein paar von uns hatten aber noch nicht genug und wollten noch ein paar Trails unter die Stollen nehmen. So machte sich eine Gruppe nochmal auf den Weg nach oben, der Rest verbrachte noch kurze Zeit gemütlich im Restaurant. 5 – 10 Minuten nachdem die Gruppe weg war, fing es an in Strömen zu regnen und ich war froh über meine Entscheidung zu bleiben. Wir packten also die Räder in den Shuttle, fuhren zurück nach Aosta ins Hotel und Felix fuhr nochmal los um den (sehr nassen) Rest der Gruppe einzusammeln.

Nach einer Dusche und kurzem Vorglühen im Hotel fuhren wir an diesem Abend zum Essen nach Aosta und genossen wieder ein hervorragendes Abendessen in einer Pizzeria in der Altstadt. Anschließend liefen wir auf der Suche nach einer geöffneten Eisdiele noch ein wenig in Aosta umher (inzwischen hatte es aufgehört zu regnen). Leider blieb die Suche aber erfolglos und so fuhren wir ohne Nachspeise zurück ins Hotel.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:21,6 km
Uphill:1.150 Hm
Downhill:1.150 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

Ausgewählte Fotos:
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07. Oktober 2015

Von Pila auf den Col Replan (2.366 m) und im Bikepark von Aosta

Am letzten Tag in Aosta wollten wir unsere Tour in dem Skiort Pila, weit oberhalb von Aosta beginnen. Da die Seilbahnen ihren Sommerbetrieb bereits eingestellt hatten, wurden wir nach dem Frühstück mit den Shuttles bis zum Parkplatz der Gorraz-Bahn oberhalb von Pila auf 1.860 m Höhe gefahren. Dort war es morgens noch recht frisch und so luden wir unsere Bikes aus und machten uns fertig für die weitere Auffahrt. Vorher genossen wir noch den schönen Blick hinüber zum Mont Blanc – ein wahrlich gewaltiger Berg, dem wir in den nächsten Tagen noch etwas näher kommen sollten.
Aber zunächst fuhren wir bei herrlichem Sonnenschein auf einer Schotterstraße über die Skipisten bergauf. Die vielen Liftanlagen trübten ein wenig das Gesamtbild aber die Fernblicke während der Auffahrt waren herrlich. Vorbei an mehreren Liftstationen fuhren wir auf der Straße bis zur Bergstation der Chamolé-Bahn auf 2.320 m. Ab hier ging der Weg dann in einen Trail über und dieser führte uns vorbei am Lago Di Chamolé hinauf bis zum höchsten Punkt des Tages auf 2.380 m Höhe. Hier legten wir gegen 12:30 unsere Mittagspause ein und genossen den Wahnsinns-Blick hinunter nach Aosta und in die umliegenden Bergregionen bis hinüber zum Mont Blanc.

Anschließend fuhren wir über den Col Replan und den Col Plan Fenetre auf herrlichen Trails wieder bergab. Schließlich ging es in den Bikepark von Pila und auf Trails unterschiedlichster Couleur mal flowig, mal technisch, wurzelig und verblockt ca. 1.700 Tiefenmeter wieder hinunter nach Aosta. Dort rollten wir weiter zum Café Du Veló, wo wir uns bei feinem Essen von den Teilnehmern des Aosta Quickie verabschiedeten, die jetzt ihre Heimreise antreten mussten.

Der Rest der Truppe verlud die Räder anschließend in die Autos und wir verlegten unser Quartier in das ca. 30 km westlich gelegene La Thuile, wo wir in dem einfachen, aber sehr schönen Hotel Les Granges untergebracht waren. Nach dem einchecken und duschen empfing uns der Küchenchef im Restaurant und man servierte uns auch hier ein hervorragendes Menü das wieder von einem guten Tropfen (bzw. von ein paar Flaschen) Wein begleitet wurde.

Nach einem Absacker an der Bar ging es ins Bett denn für den nächsten Tag standen einige Höhenmeter auf dem Programm!

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:21,4 km
Uphill:561 Hm
Downhill:1.859 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

Ausgewählte Fotos:
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08. Oktober 2015

Punta Della Croce (2.485 m) und Bikepark La Thuile

Am nächsten Tag starteten wir bei recht frischen Temperaturen und fuhren zunächst ca. 300 Höhenmeter auf der Teerstraße hinauf bis zum Colle San Carlo auf 1.950 m. Dort zweigte dann rechts eine Forststraße ab, die bald schmäler wurde und sich zu einem wunderschönen, fast durchgängig befahrbaren Single-Trail hinauf Richtung Punta Della Croce entwickelte. Die Auffahrt auf diesem Trail mit genialen Ausblicken durch die herbstlich gefärbten Lärchenwälder gehört definitiv zu den schönsten Anstiegen, die ich je gefahren bin! Je weiter hinauf wir kamen, desto lichter wurde der Wald und desto schöner die Farben und Blicke! Das letzte Stück zum 2.485 m hohen Gipfel mussten wir schieben bzw. tragen.

Oben angekommen stellten wir die Räder an die verfallenen Mauern einer Festungsanlage aus dem 1. Weltkrieg und wanderten noch ein wenig weiter hinauf bis zum Gipfel, auf dem ebenfalls eine Festungsruine steht. Dort gab es frischen Kaffee und herrliche Ausblicke hinunter nach La Thuile, nach Courmayeur und natürlich hinüber zum Mont Blanc. Nach der Pause ging es dann auf herrlichen Trails hinunter nach La Thuile wo wir in einer Pizzeria unsere Mittagspause einlegten.

Nachdem wir uns gestärkt hatten fuhren wir südlich von LaThuile noch einmal knapp 600 Höhenmeter bergauf Richtung Les Suches und starteten aus über 2.000 m eine Abfahrt auf z.T. technischen Trails im Bikepark von La Thuile. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht kamen wir wieder im Tal an und pedalierten die restlichen 170 Höhenmeter auf der Teerstraße wieder hinauf zu unserem Hotel.

Dort genossen wir die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bierchen vor dem Hotel bevor es zum Duschen und anschließend zum Abendessen ging.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:29,6 km
Uphill:1.650 Hm
Downhill:1.650 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

Ausgewählte Fotos:
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09. Oktober 2015

Von La Thuile auf den Col des Chavannes (2.592 m)

Am letzten Tag ging es dann ganz nah an den Mont Blanc heran. Wir fuhren vom Hotel aus auf einem Trail hinunter nach LaThuile und begannen dort die fast 1.200 Hm lange Auffahrt durch das Vallon de Chavannes hinauf zum Col de Chavannes. Zunächst auf Teer-, dann auf Schotterstraße zieht sich der Weg schier endlos in meist angenehmer Steigung weit hinter ins Tal und dann hinauf über die Almen bis zum Joch auf fast 2.600 m Höhe. Der Blick von hier oben hinüber zum 4.810 m hohen Mont Blanc ist atemberaubend, leider war der Gipfel an diesem Tag wegen vielen Wolken kaum zu sehen. Am Col angekommen legten wir eine mehr als verdiente, ausgiebige Mittagspause mit einem tollen Picknick und frisch gebrühtem Kaffee ein. Dabei genoßen wir die unbeschreibliche Aussicht und beobachteten einen Adler und eine Herde Steinböcke, die sich unweit von unserem Picknickplatz in den Steinhängen tummelten.

Schließlich machten wir uns fertig für die Abfahrt, die gleich mit einer recht heftigen Passage begann, welche die allermeisten von uns sicherheitshalber nicht gefahren sind. Weiter ging die Abfahrt hinunter ins fantastische Vallon de la Blanche auf einem fantastischen Single-Trail, mit einigen technischen Passagen, der uns ein dickes Grinsen ins Gesicht zauberte. Wir fuhren über flowige Trails und grobe Steinpassagen hinaus ins Val Veny und schließlich auf der Straße hinunter nach Courmayeur. Eine fantastische Tour, die im Aufstieg aber einiges an Körnern fordert!

In Courmayeur angekommen gab es endlich mal ein richtig gutes, großes Eis und einen Cappuccino in der örtlichen Bar bevor wir die letzte Tour der Six-Days bei einem Bier Revue passieren ließen.

Anschließend verluden wir die Bikes in den Shuttle, den unsere Guides schon am Vorabend hier abgestellt hatten und ließen uns wieder zurück in unser Hotel Les Granges nach LaThuile chauffieren.
Dort erwartete uns dann nach dem Duschen zum Abschluss im Restaurant ein wunderbares Raclette-Essen und wir genossen den letzten Abend wie immer mit ein paar Flaschen gutem Wein in vollen Zügen.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:36 km
Uphill:1.180 Hm
Downhill:1.617 Tm

Auf Wunsch des Veranstalters werden von diesem Camp keine GPS-Daten veröffentlicht.

Ausgewählte Fotos:
Alle Fotos:

Leider waren die sechs Bike-Tage dann schon wieder vorbei. Nach dem Frühstück packten wir unsere Klamotten in die Autos und die Bikes auf die Heckträger, verabschiedeten uns von den Teilnehmern und den Guides und fuhren über die gleiche Route auf der wir eine Woche zuvor ins Aostatal gekommen waren schweren Herzens wieder nach Hause.

Insgesamt war das TrailCamp im Aostatal sensationell! Vielen Dank an unsere Guides Sebas und Felix für die professionelle und freundschaftliche Betreuung während der ganzen Woche. Es war ganz großes Kino!
Eine super Truppe, geniale Trails und eine umwerfende, atemberaubende Hochgebirgslandschaft ließen alle Teilnehmer restlos begeistert nach Hause fahren.
Wie beschrieb Sebas nochmal das Aostatal: DA WO A BERG NO A BERG UND A TAL NO A TAL ISCH!

1 Kommentar

  1. Ja, das war wirklich eine ganz tolle Woche in jeglicher Hinsicht. Und auch wenn die Superlative langweilig werden: super Trails, super Panoramen, super Guides und eine super Gruppe! Ganz vielen lieben Dank auch an Chris nochmal fürs Chauffieren und für diesen schönen Bericht :-).

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