08. Mai 2016

Early-Morning Tour auf die Ziegelspitz


Schon länger wollte ich einmal die wohl recht schwierige Abfahrt von der Ziegelspitz versuchen. Laut Beschreibung von freeride.today sollte die Tour in einem halben Tag zu schaffen sein und so machte ich mich am Muttertag sehr früh auf den Weg nach Ettal. Diesmal war ich alleine unterwegs, da an diesem Tag keiner meiner Bike-Freunde konnte (oder durfte?). Ich parkte mein Auto auf dem Wanderparkplatz am Ettaler Sattel und saß bereits um 8:15 auf dem Bike, um die ersten 70 Höhenmeter bis zum Trail-Einstieg auf der Forststraße hinauf zu pedalieren.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:7,6 km
Uphill:630 Hm
Downhill:630 Tm

Danach ging es mit dem Bike auf dem Rücken in den Wald und auf einem sehr schönen Wanderweg stetig bergauf. Im Aufstieg konnte ich mir schon mal die schwierigen Stellen anschauen und einprägen aber meine Befürchtung war, dass ich bei der Abfahrt doch recht häufig würde absteigen und schieben müssen. Ein paar wenige Wanderer mit leichterem Gepäck überholten mich und fragten ungläubig, ob ich den Weg auch wieder runter fahren wolle. Tja, ich wollte es wenigstens versuchen und war gespannt wie hoch der für mich fahrbare Anteil letztendlich sein würde. Über etliche Schlüsselstellen ging es bergauf, schließlich wurde der Wald lichter und gab die ersten Ausblicke auf das Kloster Ettal frei.

Ein Stück weiter oben, unter dem Gipfel des Ochsensitz, wird der Weg dann etwas flacher und man kann ein kurzes Stück fahren, bevor der restliche Anstieg zum Ziegelspitz beginnt. Ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels war der Weg großteils noch schneebedeckt, so dass hier ein befahren nicht möglich war. Ich deponierte deshalb mein Bike in den Latschen und stieg den restlichen Weg durch den Schnee bis zum Gipfel hinauf. Oben angekommen genoß ich den herrlichen Rundumblick, kochte mir einen frischen Kaffee und machte ausgiebig Pause.

Dann legte ich meine Schoner an, stieg hinunter zu meinem Fahrrad und versuchte mich an der Abfahrt. Wie Andreas auf seiner Homepage (s. obiger Link) richtig beschrieben hat, ist die Abfahrt im ersten Abschnitt z.T. recht schwierig und schottrig, so dass ich etliche Male aus dem Sattel musste. Auch im weiteren Verlauf kommen einige Stellen, die ich mit S3 fast für untertrieben halte, also auch hier war immer wieder absteigen und schieben / tragen angesagt. Im Wald schließlich wird der Trail ein klein wenig einfacher und die Schiebepassagen werden nach unten raus  weniger. Trotzdem bleibt die Schwierigkeit hoch und es ist die ganze Zeit volle Konzentration gefordert.

Letztendlich bin ich dann doch mehr Schlüsselstellen gefahren als ich im Aufstieg gedacht hatte, aber weil ich alleine unterwegs war bin ich kein hohes Risiko eingegangen und im Zweifel lieber abgestiegen.

Gegen 12:30 kam ich wieder am Trailausstieg an, rollte zurück zum Auto und war rechtzeitig zum Muttertags-Kaffee wieder zu Hause.

Ein sehr ehrlicher Trail, der einem ein breites Grinsen, manchmal aber auch den Angstschweiß ins Gesicht zaubert! Ich würde ihn nur technisch versierten Fahrern empfehlen, die vor knapp 600 Höhenmetern Bike tragen nicht zurückschrecken.

GPS-Daten:
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