16. Oktober 2016

Mit Andreas und Andi zum höchsten Gipfel der Ammergauer Alpen

Endlich einmal sollte es klappen mit Andreas, dem Autor der genialen Webseite freeride.today eine anspruchsvolle BBS-Tour zu machen.

Nachdem keiner von meinen RABE-Bike & Friends Zeit hatte, folgte ich einem Aufruf von Andreas auf Facebook und so traf ich mich am Sonntagmorgen mit ihm und Andi in der Nähe der Garmischer Autobahn in München. Wir luden das Gepäck ins Auto und die Bikes auf meinen Heckträger und los ging’s auf die Autobahn Richtung Lermoos. Das Ziel war der höchste Gipfel der Ammergauer Alpen, der Daniel (2.340 m).

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Tour-Daten:
Entfernung:15 km
Uphill:1.320 Hm
Downhill:1.320 Tm

Problemlos und ohne Stau fuhren wir über Garmisch nach Lermoos und parkten das Auto an der Talstation der Grubigstein-Bahn. Durch den Ort und an der Bahn entlang fuhren wir zum Schwimmbad und anschließend einen ziemlich steilen Anstieg am Tuftlbach entlang hinauf bis zur Forststraße (Nr. 805). Dieser folgten wir dann in Gott sei Dank vernünftiger Steigung weiter hinauf und erreichten ca. 1 1/4 Stunden nach dem Start die Tuftlalm auf 1.500 m Höhe.

Ab hier kamen die Fahrräder auf den Rucksack und wir folgten dem Wanderweg hinauf Richtung Daniel. Anfangs war es hier recht gut zu gehen, später kamen dann aber doch einige durchaus anspruchsvolle Stellen, an denen das Fahrrad vom Rücken genommen werden musste um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Immer höher ging es hinauf und immer anspruchsvoller wurde der Weg. Hier sind viele Stellen dabei, die bergab für mich sicher nicht fahrbar wären, aber wir hatten ja (Gott sei Dank?) eine andere Abfahrtsroute geplant.

Andreas und Andi waren ziemlich fit und mussten daher öfter mal auf den alten Herrn warten :-). Auf dem Grat zwischen Upsspitze und Daniel angekommen war ich dann ziemlich geschafft, so dass ich mir den weiteren Aufstieg zum Daniel ersparte und direkt nach links abbog, um zur Upsspitze aufzusteigen, die mit 2.332 m nur 8 Meter niedriger ist als der Daniel. Andreas und Andi gingen also ohne mich weiter hinauf auf den Daniel und ich machte am Gipfel des Ups angekommen erstmal ausgiebig Rast und Brotzeit und genoß die herrliche Aussicht.

Nach einiger Zeit sah ich die beiden vom Daniel zurück kommen und so machte ich mich schon mal auf den Weg von der Upsspitze hinunter zum Grünen Ups. Im ersten Stück gab es ein paar fahrbare Stellen, doch nachdem der Weg nach Süden Richtung Grüne Ups abzweigt, ist an Fahren nicht mehr zu denken. Steil und lose führt der Weg bergab und schon bald sah ich Andreas und Andi, die mich inzwischen wieder eingeholt hatten und in diesem Teilstück ebenfalls großteils ihr Fahrrad schieben mussten.

Ab einer Höhe von ca. 2.000 m wird der Weg ein wenig besser und man kann bis zum Grünen Ups (1.852 m) mehr und mehr davon fahrend statt schiebend zurücklegen. Ab hier wird es dann deutlich besser und es geht sogar z.T. richtig flowig zurück bis zur Tuftlalm.

Hier angekommen gönnten wir uns eine Pause und ein alkoholfreies Weißbier bevor wir direkt von der Terrasse der Hütte in die weitere Abfahrt einstiegen. Technisch ging es hinunter bis zur Abzweigung in den „Bösen Winkel Steig“. Diesem folgten wir weiter ins Tal. Viele Spitzkehren mit z.T. feuchten Holzstufen zwangen mich teilweise zum Absteigen, während Andreas und Andi die Kehren mit Bravour meisterten. Da merkt man halt doch deutliche Unterschiede im Fahrkönnen :-(. Trotzdem hatte ich auf dem technischen Steig eine Menge Spaß und an einer kritischen Stelle großes Glück nicht in ein Bachbett hinunter zu stürzen. Gott sei Dank gerade nochmal gut gegangen!

Letztendlich kamen wir aber alle drei mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder in Lermoos an, fuhren zurück zum Auto und verluden die Bikes und das Gepäck. Anschließend fuhren wir wieder zurück nach München, allerdings nicht ohne in Garmisch beim Renzo noch auf eine Pizza einzukehren.

Wirklich empfehlen kann ich die Tour, insbesondere das Teilstück von der Upsspitze zum Grünen Ups, allerdings nicht und die Abfahrt auf der Auftiegsroute würde ich auch nur technisch wirklich sehr guten Bikern nahelegen!

Vielen Dank an Andreas und Andi für’s Mitnehmen auf diese Explorer-Tour und für’s häufige Warten im Aufstieg und in der Abfahrt! Schee war’s trotzdem!

GPS-Daten:
Ausgewählte Fotos:

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