06. – 13. April 2013

Single-TrailCamp mit TrailXperience im „anderen Ligurien“
BIKE, NATURE, SOUL! oder „Wie schön ist das eigentlich?“

In diesem Jahr starteten wir die Bike-Saison mit einem organisierten TrailCamp zu den „Best Spots“ in Ligurien. Wir buchten die Reise bei TrailXperience und haben diese Entscheidung nicht bereut! Die Organisation, die Unterkunft und vor allem die Guides, die Verpflegung und die Trails waren wirklich vom Feinsten!

Bei den immer wieder eingebauten Fahrtechnik-Sessions konnten wir einiges dazulernen, bei den Shuttle-Fahrten brannten sich bayerische Ohrwürmer ins Gedächtnis und die Picknicks im Freien mit ligurischen Spezialitäten sind bereits jetzt legendär!

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

Gesamt-Daten:
Entfernung:163 km
Uphill:4.450 Hm
Downhill:5.850 Tm

06. April 2013

Anreise, Imperia und Kennenlernen

Die Anreise am 6. April über Lindau, den San Bernadino und vorbei an Bellinzona, Lugano und Mailand weiter Richtung Genua und schließlich die ligurische Küste entlang bis Imperia am Beginn des Val Prino verlief problemlos und so hatten wir am Nachmittag noch etwas Zeit in Imperia einen Kaffe zu trinken und uns den Strand und die im Hafen liegenden Yachten anzuschauen.

Nach dem Einchecken und Einrichten in unserem Appartment im Giada Holiday Club lernten wir beim Aperitivo die Guides und die anderen Teilnehmer kennen. Beim anschließenden Abendessen und Briefing stimmten wir uns mit einer angemessenen Menge „Vino Rosso della Casa“ auf die nächsten Tage ein.

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07. April 2013

Monte Faudo – St. Brigida Trail und Trails nach Dolcedo

Am ersten Tag trafen wir uns nach dem Frühstück zu einem Bike-Check und fuhren anschließend ca. 11,5 km und 430 Hm auf kleinen Teerstraßen über Dolcedo, Costa Carnara, Bellissimi und Trincheri bis zur alten Kapelle Santa Brigida auf dem Bergrücken zwischen Dolcedo und Pietrobruna.

Dort wartete unser Guide Mathias bereits mit frisch aufgebrühtem Kaffee auf uns. Nach einer kurzen Pause fuhren wir auf der Schotterstraße weiter hinauf Richtung Monte Faudo bis zu einer Weg-Verzweigung auf ca. 750 m Höhe.

Von dort ging es in den ersten Single-Trail, der uns auf teils flowigen, teils technischen Passagen über Jahrhunderte alte Maultierpfade (sog. Mulatiere) wieder zur Kapelle Santa Brigida führte wo uns Mathias bei strahlendem Sonnenschein und fast 25 °C schon mit einem genialen Picknick mit allerlei ligurischen Spezialitäten erwartete.

Nach dieser Stärkung fuhren wir noch einmal die 300 Hm auf dem Schotterweg hinauf bis zur Verzweigung vom Vormittag, um dort mit Mathias ein kleines Fahrtechniktraining zum Thema Grundhaltung und Bremstechnik zu absolvieren. Leider zogen immer mehr Wolken auf und es begann schließlich heftig zu regnen. Dies hinderte uns aber nicht daran von dort oben auf sehr genialen Trails mit vielen Spitzkehren wieder hinunter nach Dolcedo zu fahren. Die Trails waren allerdings zeimlich verschlammt und dementsprechend verdreckt kamen wir und unsere Bikes schließlich wieder im Holiday Club an wo zuerst die Räder und anschl. wir selbst unter die Dusche kamen.

Das abschließende gemeinsame Abendessen mit den Späßen unserer Gastgeber Dario und Stefano sowie dem Briefing für den nächsten Tag beendete wie jeden Abend diesen wundervollen ersten Biketag in Ligurien.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:35 km
Uphill:1.071 Hm
Downhill:1.071 Tm
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08. April 2013

Fahrtechnik oberhalb von Cipressa

Am nächsten Tag luden wir unsere Bikes in die Kofferräume und auf die Heckträger der beiden Shuttle-Busse und fuhren mit diesen in den kleinen Ort Cipressa ca. 8 km westlich von Imperia. Von dort pedalierten wir mit den Bikes ca. 40 min auf den Trails nach oben auf knapp über 400 Höhenmeter. Dort verbrachten wir den Vormittag bei einem intensiven Fahrtechniktraining zu den Themen Grundhaltung, Bremsen, Kurven- und Trailtechnik. Es wehte ein kühler Wind aber bei den Trainingseinheiten von Mathias und Basti wurde uns trotzdem warm.

Zum Mittagessen ging es dann auf allerfeinsten Trails wieder hinunter nach Cipressa wo wir in der örtlichen Bar mit selbstgemachter Pasta verwöhnt wurden. Nach dem Essen wollten wir eigentlich noch einmal hinauf und eine andere Abfahrtsvariante ausprobieren. Leider zog jedoch vom Meer ein heftiges Gewitter heran, so dass wir uns nach einem kurzen Workshop zum Thema Fahrwerks-Setup entschlossen haben abzubrechen und mit den Shuttles wieder zurück in den Holiday Club zu fahren.

Dort standen dann Bike-Service und verschiedene Test-Umbauten sowie ein etwas verlängerter Aperitivo auf dem Programm bevor wir uns das Abendessen schmecken ließen.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:5 km
Uphill:168 Hm
Downhill:168 Tm
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09. April 2013

Super Trails von Laigueglia nach Albenga

Am Dienstag in der Früh hieß es wieder Bikes verladen und erstmal shuttlen. Wir fuhren in den ca. 14 km nord-östlich gelegenen Küstenort Laigueglia. Von dort radelten wir erst einmal auf einer kleinen Teerstraße hinauf nach Colla Micheri. Dieses wunderschön gelegene alte Dorf war einer der Lieblingsorte des norwegischen Anthropologen und Abenteurers Thor Heyerdahl, der hier im Jahr 2002 an einem Hirntumor verstarb. Von Colla Michele fuhren wir die ersten schönen Trails hinunter bis zum nördlichen Ortsende von Andora.

Anschließend ging es zunächst auf Teer, dann auf Schotter wieder bergauf und wir umrundeten oberhalb von Laigueglia eine Bergflanke auf allerfeinsten Trails. Nach einigen weiteren Höhenmetern auf teils steiler Schotterstraße und einer kurzen Trailpassage bergab kamen wir an eine alte, verfallene Kirche wo bereits ein fertig angerichtetes Picknick mit ligurischen Spezialitäten auf uns wartete.

Nach ausgedehnter Mittagsrast bei herrlichem Wetter ging es schließlich weiter bergauf bis zur Wallfahrtskirche Madonna della Guardia, die von weitem sichtbar auf einem ca. 560 Meter hohen Bergrücken über Alassio steht. Hier beginnt dann ein ca. 6 km langer Trailzauber allerfeinster Ware und schließlich landet man mit einem breiten Grinsen im Gesicht in Albenga. Von hier aus fuhren wir dann auf einer alten Römerstraße, die nicht von Autos befahren ist weiter nach Alassio und schließlich immer am Meeresufer entlang wieder zurück nach Laigueglia.

Dort landeten wir schließlich am Sandstrand, versuchten zuerst ein Fußbad im Meer und dann doch lieber ein bis zwei Spritz oder Weißbier in der Strandbar. Nach diesem krönenden Abschluss der Tour fuhren wir zurück zu den Bussen, verluden die Räder und ließen uns wieder in den Holiday Club fahren wo nach dem Duschbier das allabendliche Ritual aus Aperitivo, Essen mit viel Vino Rosso della Casa und anschließendem Briefing für den Folgetag auf dem Programm stand.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:36 km
Uphill:1.100 Hm
Downhill:1.100 Tm
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10. April 2013

Fahrtechnik und Trails im Val Prino bei Prelà

Am Mittwoch fuhren wir vom Hotel aus auf der Straße über Dolcedo nach Molini di Prela. Dort hatten wir am Vormittag nochmal Gelegenheit unsere Kurvenfahrtechnik in verschiedenen Situationen und bei einem speziellen Spitzkehrentraining zu optimieren.

Nach dem Training kehrten wir bei „Mama“ zum Mittagessen ein. Dort gab es Salat, selbstgemachte Pasta mit Ragout und Pesto sowie den „schärfsten Grappa“ den man sich vorstellen kann :-(.

Nach dem Essen wurden die Bikes in die Busse verladen und wir fuhren auf der SP93 bergauf Richtung Monte Scuassi. Auf ca. 680 m Höhe wurden wir „ausgesetzt“ und fuhren wieder einmal auf  Sahne-Trails bergab nach Praela (280 m). Anschließend kurbelten wir auf der SP40 wieder hinauf über Pianava nach Prela Castello. Dort stiegen wir in einen wunderbaren mit Spitzkehren gespickten Trail ein, der uns wieder hinunter nach Prela führte. Anschließend fuhren wir auf der Straße zurück in unser Quartier. Den Rest kennt ihr ja schon: Duschbier, Aperitivo, ….

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:26 km
Uphill:447 Hm
Downhill:957 Tm
Ausgewählte Fotos:
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11. April 2013

Trails bei Cervo und Andora

Am Donnerstag wurden wir morgens mit den Shuttle-Bussen nach Cervo gefahren. Von dort starteten wir mit den Bikes die Auffahrt auf der Straße über Andora nach Conna und weiter auf Trails hinauf auf ca. 480 m. Von hier oben führen dann wieder allerfeinste Trails, teils flowig, teils technisch hinunter nach Cervo wo wir in einem Restaurant am nördlichen Stadtrand Mittag gegessen haben. Zwischendurch legten wir an der „meist-fotografierten Rechtskurve Italiens“ noch eine ausgiebige Foto-Session ein.

Anschließend fuhren wir wieder zu den Shuttle-Bussen, verluden die Bikes und wurden wieder nach oben Richtung Monte Lago zum Einstieg in den „Wildschwein-Trail“ auf ca. 410 m gefahren.  Dieser zum Teil von den Locals angelegte Trail ist einfach nur der Hammer. Herrlich flowige Passagen wechseln sich mit herausfordernden, technischen Abschnitten ab und nach ca. 4,5 km landeten wir wieder mal mit einem breiten Grinsen im Gesicht in Cervo. Zum Abschluß gab es am Strand wieder einen Spritz oder ein Bierchen. Anschließend ging es mit den Bussen zurück in unser Hauptquartier.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:30 km
Uphill:640 Hm
Downhill:1.054 Tm
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12. April 2013

Monte Follia und super Trails bis Cipressa

Am letzten Tag unseres TrailCamps stand noch einmal ein echtes Highlight auf dem Programm. Nach dem Frühstück brachten uns die Shuttles zur Kapelle Santa Brigida bei der wir schon am 1. Tag unser Mittagspicknik gemacht hatten. Von der Kapelle aus fuhren wir dann auf bekanntem Weg bergauf bis zu der Abzweigung an der am 1. Tag das Fahrtechniktraining stattgefunden hatte.  Diesmal fuhren wir aber weiter hinauf Richtung Monte Faudo. Schnell lichtete sich der anfängliche Nebel und es wurde ein Traumtag.

Den knapp 1.150 m hohen Monte Faudo ließen wir rechts liegen da er durch seine am Gipfel montierten Sendemasten ohnehin nicht besonders reizvoll ist. Ein Stück weiter machten wir unterhalb des Gipfels des Monte Follia in einer Senke mit herrlichem Ausblick unsere verdiente Mittagspause. Schnell war die in den Rucksäcken mitgenommene Verpflegung ausgepackt und schon wartete wieder ein inzwischen schon legendäres ligurisches Picknick mit allerlei Köstlichkeiten auf uns.

Nach dem Picknick legten wir eine ausgedehnte Pause ein, die der eine oder andere für ein kurzes „Ratzerli“ nutzte. Anschließend bestiegen wir dann den Monte Follia (1.031 m) und begaben uns dann auf die Abfahrt auf den Trail-Achterbahnen hinunter nach Pietrabruna. Dort angekommen folgten wir der Straße auf die andere Seite des Tales nach Boscomare wo der letzte Anstieg hinauf auf ca. 560 m begann. Eine große Schlammpfütze erwies sich als tiefer als gedacht und so kam Thomas in den Genuß einer Schlammpackung – hat man auch nicht so oft beim Biken :-).

Die letzte Trail-Abfahrt des Tages führte dann auf zum Teil vom Montag bekannten Trails hinunter nach Cipressa und weiter ans Meer nach San Lorenzo al Mare. Wir beendeten unsere Tour wie es sich gehört in einer Strandbar neben dem rauschenden Meer bei einem Spritz und/oder einem Bierchen und waren recht traurig darüber, dass das Ende des TrailCamps schon wieder greifbar nahe war.

Zurück im Giada Holiday Club wollten wir frisch geduscht das Abendessen zu uns nehmen – aber Dario hatte eine Überraschung für uns geplant. Und so fuhren wir alle zusammen mit den Bussen hinauf in ein kleines Dorf im Val Prino wo Dario eine alte Mühle gekauft und in ein wunderschönes Restaurant verwandelt hat. Dort wurden wir dann ein letztes Mal mit einem herrlichen Menü und hervorragendem Wein verwöhnt.

Tour- und GPS-Daten:
Entfernung:30 km
Uphill:1.020 Hm
Downhill:1.504 Tm
Ausgewählte Fotos:
Alle Fotos:

Am Samstag hieß es dann leider Abschied nehmen von Ligurien und so packten wir nach dem Frühstück unsere Sachen, luden die Klamotten und die Bikes ins Auto und fuhren wieder zurück nach Hause.

Es waren sechs wunderbare Biketage mit perfekten Trails, ausblicksreich, kulinarisch wertvoll und ohne unnötige Abwärtsmeter auf breiten Wegen.

Vielen Dank an Mareike, Basti und Mathias für die super Betreuung, die Fahrtechnik-Tips, die super Trails und vor allem für BIKE, NATURE und SOUL!

„Wie schön ist das eigentlich? …“

(Auf Wunsch des Veranstalters werden diesmal keine GPS-Daten veröffentlicht. Diese können aber gerne persönlich bei mir angefragt werden.)

1 Kommentar

  1. Hi Christian,
    schöne Grüße aus Edinburgh. Wenn ich die Bilder auf deine Homepage sehe könnte ich sofort
    wieder fahren. Seit dem ich wieder in Schottland bin versuche ich das gelernte umzusetzen,
    es klappt manchmal. Wenn Wetter erlaubt fahre ich an die Wochenenden nach Glentress, das ist so ein Bikepark mit wunderbaren Abfahrten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
    Sonst mache ich Touren in der Umgebung. Was hört man bei dir? Bist du auch schon viel
    mit Bike Unterwegs?
    Schöne Grüße an die „Familie“
    Gruß

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