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Markus Markus aus Ort schrieb am 8. Juni 2015 um 19:58
Hoffentlich gibt es für die "Trails" nicht allzuviel Nachahmer!! Radlfahrer gehören auf die Straße oder Forstweg aber nicht auf einen Steig. Aber ist ja wurscht, denn die kaputten Steige richten dann schon die Trottln vom Alpenverein wieder her......
Administrator-Antwort von: Chris
Lieber Markus,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Beitrag „Bikebergsteigen auf das Dürrenbergjoch“ und für Ihren Eintrag in meinem Gästebuch.
Ihre Bemerkungen zeigen, dass leider nach wie vor viele pauschale Vorurteile und Meinungen über das Mountainbiken verbreitet werden, denen jedoch regelmäßig nachprüfbare und/oder wissenschaftlich belegte Fakten entgegenstehen:
„Das Mountainbiken gehört zu den umweltfreundlichsten Sportarten. Der in der öffentlichen Diskussion vielfach erweckte Eindruck, die Mountainbikefahrer seien „Naturzerstörer“, entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage." ist z.B. das Fazit von Hans-Joachim Schemel und Wilfried Erbguth im Handbuch Sport und Umwelt (3. überarbeitete Auflage, Aachen 2000, Seite 342, 343) und dem ist wenig hinzuzufügen.
Wenn Sie sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die folgende Veröffentlichung der DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike e.V.):
http://dimb.de/images/stories/pdf/anlagen/Hessen2012/HEWaldG_Anlage_1_zur_Offiziellen_Stellungnahme.pdf
Ich setze mich aktiv für ein rücksichtsvolles, umwelt- und sozialverträgliches Mountainbiken auf ALLEN Wegen ein und weise in meinen Beiträgen immer wieder auf die Einhaltung der DIMB-Trailrules hin (sh. https://scheu.eu/open-trails/).
Meine Bike-Freunde und ich sind allesamt Natur- und Bergliebhaber, wie Sie selbst wohl auch! Wanderer haben bei uns bei einer Begegnung immer Vorrang.
Aber wir wehren uns gegen die immer wieder gehörten Vorurteile, allen voran: Die Biker machen die Wege kaputt!
Dass dies nicht stimmt können Sie in der oben genannten Studie nachlesen! Ein guter Mountainbiker hinterlässt nämlich keine Spuren!
Worauf begründen Sie Ihre Aussage: „Radlfahrer gehören auf die Straße oder Forstweg aber nicht auf einen Steig.“ Die Rechtslage ist zumindest bei uns in Bayern immer noch so, dass ich mit dem Fahrrad „geeignete Wege“ befahren darf. Und wenn ich einen Steig befahre, dann ist er für mich geeignet (oder wer will das besser beurteilen als ich selbst?)! Ansonsten steige ich ab und schiebe oder trage mein Fahrrad. Und all das zerstört den Weg nicht mehr oder weniger als wenn ich ohne Fahrrad unterwegs bin!
Ich appelliere hiermit an Sie und an die vielen Kritiker unseres Sports: Lassen Sie uns gemeinsam die Natur geniessen, jeder auf seine Weise und nach seiner Vorliebe! Lassen Sie uns rücksichtsvoll und kameradschaftlich miteinander umgehen. Ich weiß, dass dies funktioniert - wenn man nur will! Mit ein wenig Verständnis für die „Anderen“ und gutem Willen ganz nach dem bayerischen Lebensmotto: „Leb’n und leb’n lass’n!“
Gerne führe ich die Diskussion auf sachlicher Ebene weiter - per Mail oder öffentlich auf meiner Webseite - ganz wie Sie wollen.
Miteinander statt gegeneinander - es geht wenn man will!
Viele Grüße, Berg heil und OPEN TRAILS!
Christian
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