22. März 2019

Versuchs-Tour mit Wolfi auf den Zwiesel

Wolfi hatte heute Geburtstag und ich hatte frei. Was lag bei dem herrlichen Wetter also näher als gemeinsam eine spätwinterliche Biketour zu unternehmen. Da noch viel von dem weißen Zeug in den Bergen herumliegt, nahmen wir uns den Zwiesel in den Bayr. Voralpen vor und wollten mal versuchen wie weit wir fahrend nach oben bzw. dann wieder nach unten kommen würden.

Wir trafen uns um kurz nach 12 in Bad Heilbrunn und wollten diesmal eine alternative Auffahrt, direkt von Bad Heilbrunn, wo wir später auch wieder runterkommen würden, starten. Wolfi war ebenfalls mit seinem Analog-Bike gekommen und so machten wir uns nach kurzer Begrüßung und Beglückwünschung auf den Weg nach oben. Unverständlicherweise ist die Forststraße von Bad Heilbrunn Richtung Gipfel für Fahrräder gesperrt (!?), wir ließen uns davon aber nicht abhalten auf der gut ausgebauten Straße nach oben zu pedalieren.

Bereits nach kurzer Zeit passierten wir in Schattenlagen ein paar Schneefelder und Überstiegen umgestürzte Bäume. Je weiter wir nach oben kamen, umso mehr Schnee lag noch auf dem Forstweg und ab ca. 950 m war eine geschlossene Schneedecke, die sich aber gut befahren ließ, vorhanden. Wir pedalierten also tapfer und vorsichtig bergauf bis zur Abzweigung zum Zwiesel auf ca. 1.200 m Höhe. Ab hier hieß es dann das Bike durch den Wald schieben, hier lag auch im Wald eine geschloßene Schneedecke und der Weg war nicht zu sehen. Hinzu kam, dass etliche Bäume vom Schneebruch im Januar noch kreuz und quer im Wald lagen, so dass wir uns den Weg bis zur Abzweigung zur Schnaiteralm mehr oder weniger suchen mußten.

Ab hier legten wir uns dann die Fahrräder auf den Rucksack und stapften durch den Schnee weiter dem Gipfel entgegen. Kurz vor dem Gipfel war der Schnee dann südseitig bereits abgetaut, so dass wir die letzten Meter fahrend zurücklegen konnten.

Am Gipfel angekommen, wechselten wir erstmal die naßgeschwitzten Klamotten und packten dann unsere mitgebrachte Brotzeit aus. Ich hatte zwei Gipfelradler dabei und mit diesen stießen wir nochmal auf Wolfi’s Geburtstag an. So ließen wir es uns bei Brotzeit und bester Fernsicht erstmal ein wenig gut gehen. Ein Bergläufer, der auch Mountainbiker war, kam den Weg von Bad Heilbrunn herauf und warnte uns vor, dass der Weg hinunter im oberen Drittel noch voll Schnee wäre und, dass auf fast der ganzen Strecke viele umgestürzte Bäume im Weg liegen würden.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

„Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!“

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Tour-Daten:

Entfernung:ca. 12 km
Uphill:ca. 700 Hm
Downhill:ca. 700 Tm

GPS-Daten:

Wir wollten es aber natürlich trotzdem versuchen. So legten wir also unsere Schoner an und machten uns und die Bikes fertig für die Abfahrt. Schon kurz nach dem Gipfel fuhren wir im festgetretenen Schnee hinunter bis zum ersten Gegenanstieg. Wir schoben die Bikes hinauf und sahen schon hier wieder viele umgestürzte Bäume und wie angekündigt noch viel Schnee auch im Wald. So viel, dass der Weg nicht zu sehen war und wir uns unsere eigene Abfahrtslinie suchen mußten. Das klappte eigentlich recht gut und nur hin und wieder mußten wir aus dem Sattel und die Räder über umgestürzte Bäume heben.

Ab der Abzweigung links nach Bad Heilbrunn unterhalb vom Stallauer Eck wurde es dann aber ziemlich extrem. An ein Fahren war nicht mehr zu denken und so schoben und hoben wir unsere Bikes ca. 30 Minuten über Schneereste und umgestürzte Bäume bergab bis auf eine Höhe von knapp 1.000 m. Dann wurde es Gott sei Dank besser und die restlichen Trailmeter hinunter nach Bad Heilbrunn konnten wir dann fast uneingeschränkt genießen.

Wir rollten wieder hinaus zur Straße, pedalierten zurück zu den Autos und machten uns auf den Weg nach Hause.

Ein schöne, aber durch das viele Tragen auch anstrengende Spätwinter-Tour auf den Zwiesel. Es wird sicher noch eine ganze Zeit dauern bis das ganze Holz und die umgestürzten Bäume aus dem Weg geräumt sind. Bis dahin kann ich nicht wirklich empfehlen den Trail vom Zwiesel nach Bad Heilbrunn zu befahren!

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