23. Juni 2018

Grandiose BBS-Tour bei kühlem Sommerwetter! 

An diesem Samstag wollten wir die Tour auf das Kienjoch, die wir im September 2015 schon einmal gemacht hatten (sh. hier) wiederholen. Ich traf mich um 9:00 Uhr mit Matthias, Sebastian und Wolfgang in Graswang und schon bald pedalierten wir hinauf Richtung Kuhalm. Matthias war heute mit seinem neuen E-Bike von Cube dabei, der Rest war noch mit konventionellem Muskelantrieb unterwegs.

Ziemlich genau nach einer Stunde hatten wir die Kuhalm erreicht und legten eine kurze Pause ein. Bald fuhren wir noch kurz auf der Schotterstraße weiter das Steilstück hinauf bis zur Abzweigung in den Bergpfad zum Kienjoch. Der Weg war noch kurz fahrbar, doch schon bald kamen die Räder für die restlichen 570 Höhenmeter auf den Rucksack bzw. auf die geniale Tragehilfe, den Peakrider, der das Gewicht des Bikes nahezu komplett auf den Hüftgurt des Rucksacks überträgt. Noch ein Stück liefen wir über die Almwiesen, doch schon bald wurde es steiler und recht schmal. Da half selbst die Schiebehilfe an Matthias‘ E-Bike nichts mehr und auch sein 24 kg Bike mußte auf den Rücken!

So wanderten wir auf dem schmalen, teils ausgesetzten Weg Kehre für Kehre weiter bergauf und passierten auf ca. 1780 m Höhe die spätere Abzweigung hinunter ins Elmautal. Danach wird der Weg eine Zeit lang wirklich sacksteil und man muss bei jedem Tritt aufpassen, dass man guten Halt mit dem Schuh hat um nicht wegzurutschen! Das Wetter war ziemlich wolkig, ab und zu schaute die Sonne durch die Wolken und es wehte ein recht kühler Wind. Nach ca. 90 Trageminuten hatten wir schließlich den Gipfel des Kienjochs erreicht und zur Belohnung zeigte sich die Sonne in einem großen Wolkenloch, so dass es gleich ein wenig wärmer wurde.

Wir setzten in der Bialetti frischen Kaffee auf und verspeisten unsere mitgebrachte Brotzeit. Die vier Wanderer, die bei unserer Ankunft bereits am Gipfel waren machten sich bald auf den Rückweg, so dass wir die Gipfelbank diesmal für uns alleine hatten. Nach einer knappen Stunde Pause, die Sonne hatte sich wieder versteckt und es wurde kühler, machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Auch dieses Mal wurde die eine oder andere Stelle bis zur Abzweigung des Reitwegs geschoben. Steil bergab und lockerer Untergrund zusammen machen das Befahren von manchen Stellen zur einer recht schwierigen Herausforderung.

Ab der Abzweigung ins Elmautal wird der Weg dann einfacher. Spitzkehre reiht sich an Spitzkehre, die meisten davon aber recht gut zu fahren bzw. mit Umsetzen problemlos zu bewältigen. Durch das hohe Gras war der Weg allerdings sehr schmal und es war hohe Konzentration nötig, um nicht vom Weg abzukommen. Dies spürte ich am eigenen Leib als ich 1 Sekunde unkonzentriert mit dem Vorderrad zu weit nach links kam und sofort durch einen (glimpfliche verlaufenden) Sturz bestraft wurde. Im unteren Bereich gibt es ein paar (für uns) unfahrbare Spitzkehren, diese sind extrem eng und es ist einfach kein Platz zum Umsetzen. Der Großteil des Weges zaubert einem aber ein breites Grinsen ins Gesicht und unten raus bis zur Forststraße kann man es dann nochmal richtig laufen lassen.

Auf der Forststraße angekommen legten wir die Schoner ab, stellten die Sättel nach oben und rollten bzw. pedalierten die restlichen knapp acht Kilometer zurück zu den Autos. Matthias und Sebastian mussten nach Hause, Wolfgang und ich genehmigten uns beim Fischerwirt noch einen isotonischen Durstlöscher, bevor auch wir uns auf die Heimfahrt machten.

Ein wunderbarer Tag bei kühlem Sommerwetter mit einem anstrengenden Aufstieg, einem lohnenden Gipfel und einem genialen Spitzkehrenweglein wieder hinunter ins Tal. Schee war’s!

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!
Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!

Tour-Daten:

Entfernung:22 km
Uphill:1.150 Hm
Downhill:1.150 Tm

GPS-Daten:

Ausgewählte Fotos:

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