11. August 2018

Sehr schöne, aber anstrengende Tour von Krün auf die Gumpenkarspitze 

An diesem schönen aber nicht mehr ganz so heißen Augusttag wollten wir endlich mal die Sojernrunde von Krün auf die Gumpenkarspitze und die Abfahrt über den Jägersteig in Angriff nehmen.

Ali und ich trafen uns um 9:00 Uhr am Wanderparkplatz in Krün mit Matthias, Tobi, Hans-Jörg und Sebastian. Diesmal waren die E-Biker und die Analog-Biker gleichverteilt und so starteten wir ca. 9:15 die Auffahrt Richtung Schöttelgraben und weiter zur Fischbachalm. Die Forststraße hier rauf hat zum Teil ganz schöne Rampen und so schoben Ali und ich unsere Bikes stellenweise wenn es uns gar zu steil wurde. An der Fischbachalm geht es dann ein kleines Stück bergab bevor der Weg wieder ansteigt und etwas gröber wird. Ab der Talstation der Materialseilbahn zum Soiernhaus wird der Weg dann immer schmaler und schließlich windet er sich in etlichen Serpentinen hinauf Richtung Soiernkessel. Hier werden wohl die wenigsten Analog-Biker im Sattel bleiben.

Die E-Biker waren inzwischen ein ganzes Stück voraus und an der Abzweigung zur Notkarspitze nahmen Sabastian, Ali und ich an, dass sie den geplanten Weg Richtung Jägersruh genommen hatten. Wir legten uns ab hier die Bikes auf die Rucksäcke und stiegen bergauf dem Joch entgegen. So langsam kamen uns aber Zweifel und als wir zum Soiernhaus hinüberriefen (Handy-Netz gibt es da oben keines), bekamen wir Antwort und stellten fest, dass die Drei zum Mittag machen zum Sojernhaus hinaufgestiegen waren 🙁 (Kommunikation ist alles!). Wir aber setzten unseren Weg fort und stiegen weiter bergauf. Zwischendurch legten auch wir eine Pause ein um uns ein wenig zu stärken, da die Tour bis hierher schon recht kräftezehrend war.

Frisch gestärkt ging es weiter hinter einer Gruppe gut gelaunter Wanderer her und so stiegen wir Schritt für Schritt hinauf bis zur Jägersruh (1.894 m), dem Joch von wo es später auf der anderen Seite wieder Richtung Vereiner Alm hinunter gehen sollte. Sebastian, der ein wenig Vorsprung hatte rief uns zu, dass er mit dem Bike auf dem Rücken noch weiter bis zur Gumpenkarspitze aufsteigen würde. Ali war fertig und wollte nicht mehr auf den Gipfel. Ich ließ ihm die Bialetti und die Kaffee-Sachen da und machte mich hinter Sebastian her ebenfalls an den Aufstieg zum Gipfel. Schon bald musste ich jedoch feststellen, dass die Aufstiegsroute recht schwierig war und, dass hier wohl bergab kaum etwas zu fahren sein würde. So ließ ich also bald mein Bike liegen und stieg deutlich erleichtert und wendiger ohne Fahrrad bis zur Gumpenkarspitze auf 2.010 m auf. Von hier oben hat man einen Wahnsinns-Blick, es war zwar etwas bewölkt aber man sah trotzdem bis zum Starnberger See und der Blick hinunter in den Soiernkessel und zur gegenüberliegenden Schöttelkarspitze war einmalig!

Auf dem Gipfel gab es die restliche Brotzeit und ein Radler und wir machten ziemlich viele Fotos. Schließlich sahen wir von oben Hans-Jörg, Matthias und Tobi mit ihren E-Bikes herauf kommen. Wir packten zusammen und machten uns wieder auf den Weg hinunter zum Joch. Ich lief voraus und war froh mein Bike liegen gelassen zu haben.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!
Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!

Tour-Daten:

Entfernung:31 km
Uphill:1.480 Hm
Downhill:1.480 Tm

GPS-Daten:

Für einen „Normal-Biker“ ist hier auf Grund der Steilheit und des losen Schotters an fahren kaum zu denken, da muss man schon sehr, sehr gut unterwegs sein, wenn man die eine oder andere Passage fahren möchte. Sebastian, der sein Bike mit oben hatte, musste das auch einsehen und hat fast alles wieder herunter geschoben.

Am Joch hatte Ali dann bereits Kaffee aufgesetzt und so genehmigten wir uns einen solchen während wir auf die Ankunft der E-Biker warteten. Nachdem wir wieder alle vereint waren, gab es auch für die Nachzügler noch einen frischen Kaffee und schließlich machten wir uns fertig für die Abfahrt. Auf einem zunächst super flowigen Weg ging es dann ca. 200 Tiefenmeter bergab bevor uns nochmal ein kleiner Anstieg (knappe 100 Hm) hinauf zum Jöchel (1.787 m) erwartete. Von hier aus ging es jetzt bergab zur Vereiner Alm. Zunächst noch etwas technisch mit Spitzkehren und z.T. verblockt, bald aber immer flowiger fuhren wir hinunter bis zur Forststraße. Da es schon relativ spät war, ließen wir die Vereiner Alm links liegen und fuhren auf der Forststraße kurz bergauf, dann bergab bis zur Abzweigung die links über den Seinsbach Richtung Jägersteig führt.

Der Einstieg in den Jägersteig ist ziemlich garstig! Grob verblockt, steil und naß aber keine Angst: Es dauert nicht lange und dann wird der Steig zu einem super schönen, gut fahrbaren Wegerl. Ein paar wenige technische Stellen wechseln sich mit langen Flow-Abschnitten und vielen Bachüberfahrungen ab, die über Holzbrücken führen und teilweise recht ausgesetzt sind. Viele davon haben wir sicherheitshalber geschoben – ist besser so!

Nach einer herrlichen Abfahrt kommt man zur Aschau Alm (oder Aschauer Alm?) wo man freundlich aufgefordert wird sein Rad die Treppen hinunter zu schieben, was wir natürlich gerne gemacht haben. Auf der Forststraße ging es weiter Richtung Seinsbach. Hans-Jörg und ich sind dann noch einem sehr unscheinbaren aber wunderschönen Trail auf der Süd-West Seite des Baches ins Tal gefolgt während der Rest der Truppe wohl genug hatte und auf der Forststraße abgefahren ist.

Zurück am Wanderparkplatz in Krün packten wir die Bikes und die Klamotten in / auf die Autos, verabschiedeten uns und fuhren wieder zurück nach München.

Eine landschaftlich sehr geniale, ziemlich anstrengende und (bis auf die Gipfelabfahrt) trailtechnisch nicht extrem anspruchsvolle Tour – geil is g’wesn!

Ausgewählte Fotos:

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