16. August 2018

Tolle BBS-Tour im Karwendel mit genialem Aussichtsberg 

Nachdem wir am Samstag bereits in der Soierngruppe auf der Gumpernkarspitze unterwegs waren (Bericht sh. hier), sollte es an diesem herrlichen Donnerstag auf die Schöttelkarspitze gehen. Zusammen mit meinem Studienfreund Frank startete ich um 8:00 Uhr in München und wir fuhren nach Vorderriß, wo wir das Auto parkten. Auf der Mautstraße fuhren wir ein kleines Stück bis zur Isarbrücke, die wir überquerten um anschließend auf dem Sojernweg bergauf zu pedalieren.

Die ersten paar Kilometer geht es mit einigen heftigen Rampen ordentlich zur Sache, dann wird der Weg etwas flacher und führt schließlich bis km 8 wieder bergab. Anschließend geht es weiter bergauf, der Forstweg wird zu einem großteils gut fahrbaren Singletrail und mündet nach einer kurzen Schiebepassage schließlich nach ca. 12 km in die Forststraße, die von der Fischbachalm herunterkommt, auf der wir den Samstag zuvor von Krün hochpedaliert sind.

Auf mir bereits bekanntem Weg ging es zunächst ein kurzes Stück bergab und weiter bergauf bis zur Talstation der Materialseilbahn vom Soiernhaus. Ab hier wird der Weg wieder zum Singletrail, ist noch ein kurzes Stück fahrbar, danach ist es deutlich kräftesparender zu schieben. So arbeiteten wir uns Höhenmeter für Höhenmeter bergauf, legten schließlich unsere Bikes auf den Peakrider und trugen weiter hinauf, vorbei an der der Abzweigung zur Jägersruh, bis zum Sojernhaus.

Dort kamen wir ca. 12:20 an, Zeit für eine Mittagspause! Wir setzten uns also auf die herrliche Sonnenterasse, genossen den Blick hinauf zur Gumpenkarspitze und ließen es uns bei Weißbier (natürlich alkoholfrei) und Kaiserschmarren gut gehen. Um 13:00 Uhr setzten wir unseren Aufstieg hinauf zur Schöttelkarspitze fort. Ein wunderbar zu gehender Weg zieht sich in einer langen Querung und anschließend in vielen Serpentinen recht unschwierig Richtung Gipfel, den wir gegen 14:15 erreichten. Lediglich die letzten ca. 100 Hm zum Gipfel sind deutlich schwieriger zu meistern. Wir trugen unsere Bikes zwar bis nach oben aber zu empfehlen ist die Abfahrt von ganz oben nur extrem guten Bikern. Ansonsten wäre es durchaus sinnvoll, die Bikes vor dem letzten Steilanstieg liegen zu lassen und ohne Übergepäck aufzusteigen.

Am Gipfel erschließt sich ein wirklich sagenhafter Rundumblick, die Schöttelkarspitze ist sicher einer der besten Aussichtsberge in der Gegend! Diese Aussicht genoßen Frank und ich ebenso wie das mitgebrachte Gipfelradler und es wurden eine Menge Fotos gemacht. Nach einer knappen Stunde Gipfelrast machten wir uns gegen 15:10 wieder auf den Abstieg (ja das ist es die ersten 100 Tiefenmeter primär) und schließlich auf die herrliche Abfahrt hinunter zum Soiernhaus. Der Großteil der Strecke ist sehr gut zu fahren. Flowige Passagen wechseln sich mit Spitzkehren und der einen oder anderen technisch schwierigeren Stelle, das ganze auf z.T. etwas losem Schotter, ab. In Summe ist die Abfahrt bis zum Soiernhaus aber recht gut zu meistern, danach wird es deutlich rumpeliger und es folgen einige verblockte Spitzkehren, die nicht ganz einfach zu fahren sind!

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!
Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!

Tour-Daten:

Entfernung:37 km
Uphill:1.490 Hm
Downhill:1.490 Tm

GPS-Daten:

Schon bald wird es aber wieder besser und so macht die Abfahrt bis zur Materialseilbahn wieder großen Spaß und zaubert einem ein breites Grinsen ins Gesicht! Die restliche Abfahrt ins Tal erfolgt dann, bis auf den einfachen Singletrail nach der Abzweigung, leider zum Großteil auf Forststraßen. Weiter unten versuchten wir eine alternative Abfahrtsroute abseits der Auffahrt über die Brünstalm, aber auch hier keine Trails sondern eher ein paar zusätzlich zu tretende Höhenmeter mehr. So fuhren wir schließlich auf dem Soiernweg wieder ins Tal und vernichteten die vielen erstrampelten Höhenmeter auf der Forststraße 🙁 . Schade, dass es hier keinen Trail gibt, der wieder hinunter ins Tal führt!

Im Isartal angekommen fuhren wir auf der Suche nach einem geeigneten Badeplatz auf der Mautstraße noch ein Stück in die „falsche Richtung“. Bald fanden wir eine geeignete Stelle und erfrischten uns nach dem schweißtreibenden Tag noch in der überraschend kalten Isar. Das tat gut! Anschließend fuhren wir zurück zum Auto, packten die Bikes auf den Heckträger und fuhren nach Lenggries, wo wir zum Abschluss des grandiosen Tages noch beim Altwirt eingekehrt sind.

Danke Frank für die Begleitung auf dieser langen aber sehr schönen Tour in der Soierngruppe! Wenn es auch auf dieser Bergseite noch einen Singletrail hinunter ins Isartal geben würde, wäre die Tour perfekt – sie ist aber so auch durchaus sehr nett!

Ausgewählte Fotos:

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