16. August 2020

Nach fast 7 Jahren mal wieder auf dem Blindseetrail unterwegs

Vor ziemlich genau 7 Jahren bin ich den Blindseetrail zusammen mit meinem Bruder das erste (und letzte) Mal gefahren (sh. hier) und irgendwie hatte ich Lust darauf die Tour nochmal mit dem E-Bike zu wiederholen. Der Einzige, der an diesem Sonntag Zeit hatte, war Bernhard und so starteten wir gemeinsam bereits um 7:00 Uhr in Fürstenried, weil wir beim Tichelkamp in Garmisch noch zusammen frühstücken wollten. Als wir dort ankamen stand aber eine so lange Schlange vor dem Laden an, dass wir es vorzogen weiter zu fahren um uns auf dem Weg eine andere Frühstücks-Gelegenheit zu suchen. Die anderen Bäcker auf dem Weg waren aber genauso übervölkert und so fuhren wir bis Biberwier, wo wir das Auto hinter dem MPreis abstellten und kurzerhand im Hotel Goldenen Löwen nach einem Kaffee und etwas zu Essen fragten.

Von der sehr freundlichen Rezeptionistin bekamen wir dann auch ein Haferl Kaffee und eine Wurstsemmel nach draußen zu den Tischen vor dem Hotel serviert – toller Service! Frisch gestärkt machten wir uns für die Tour fertig und fuhren los. Über den Wachter Steig, einem schönen Wanderweg weit oberhalb der Hauptstrasse fuhren wir Richtung Lermoos, um dann direkt auf 1.020 m Höhe in die zunächst geteerte Auffahrtsstraße hinauf Richtung Grubigstein zu abzubiegen.

Ich hatte meinen Eco-Modus wieder relativ moderat eingestellt und fuhr zusammen mit Bernhard, der sein Analog-Bike tapfer hinauf pedalierte, langsam bergauf. Erwartungsgemäß waren wir nicht die einzigen Biker, die an diesem herrlichen Sonntag dort unterwegs waren. Etliche Analog- und E-Biker waren mit uns auf dem Weg. Immer höher ging es hinauf, der Belag wechselte auf Schotter und schließlich erreichten wir die Bergstation der Grubigalmbahn, bei der der Blindseetrail links abzweigt. Da die dort gelegene Hütte aber im Sommer zu hat und wir schon wieder hungrig waren, fuhren wir, wie auch schon beim letzten Mal, noch weiter hinauf bis zur Grubighütte.

Dort angekommen setzten wir uns an einen freien Tisch, holten uns uns ein Kaltgetränk und bestellten etwas zu essen. Wir genossen die wunderbare Aussicht und verspeisten schließlich die gelieferten Köstlichkeiten, bei mir gab es wie vor 7 Jahren wieder einen Kaiserschmarrn. Die Gondelbahn karrte eine ganze Menge Wanderer und Biker herauf, so dass ich es schon ein wenig bereut hatte mein Prinzip nicht auf Berge zu fahren auf die eine Gondel führt, missachtet zu haben.

Beim letzten Mal mussten wir uns einen Weg über die Skipiste bis zum Blindseetrail-Einstieg suchen, in der Zwischenzeit hat man den Grubigalm-Trail gebaut, der unterhalb von der Grubighütte beginnt und zur Grubigalm hinunter führt. Ziemlich ausgefahren und mit ein paar technischen Stellen versehen musste der eine oder andere übermütige Biker feststellen, dass man nicht alles Vollgas hinunter fahren kann ohne zu stürzen! Bernhard und ich aber kamen problemlos hinunter und bogen in den Blindseetrail ein. Dieser führt zunächst nochmal noch ein Stück bergauf – mit dem E-Bike natürlich ein Genuss und schließlich ohne größere Probleme zu bereiten bergab bis fast hinunter zur Fernpass-Straße. Der Himmel hatte sich in der Zwischenzeit ziemlich zugezogen und es begann ein klein wenig zu tröpfeln. Wir hatten aber Glück, es hörte bald wieder auf und wir kamen trocken am Trailausstieg an. Nach einem kurzen Stück Forststraße geht es links nochmal in einen herrlichen Trail mit ein paar technischen Passagen hinunter zum Blindsee.

Diesmal fuhren wir nicht am Nordufer entlang, sondern folgten dem offiziellen Blindseetrail, der südlich um den See herum führt. Mit dem E-Bike ist dieser Abschnitt nochmal ein richtiges Sahnestück! Über viele Wurzelpassagen geht es immer am Ufer entlang bergauf und bergab, hier macht die Motorunterstützung mächtig Spaß! Am süd-östlichsten Zipfel des Sees machten wir eine Pause und sprangen in den erstaunlich warmen See um uns abzukühlen! Nach dem erfrischenden Bad fuhren wir weiter zum Nord-Ost Ende des Sees, fuhren / schoben die MTB-Schiebestrecke hinauf und anschließend auf der anderen Seite wieder über ein paar höhere Stufen wieder hinunter zur Forststraße. Auf dieser ging es dann zurück Richtung Biberwier, unter der Fernpassstraße hindurch bis zu unserem Auto.

Wir verluden die Bikes und machten uns auf den Heimweg. Kurz vor Garmisch befreite dann ein heftiger Regen unsere Räder auf dem Heckträger vom Staub und mit erwartungsgemäß relativ viel Verkehr und dem einen oder anderen Baustellen-Stau ging es zurück nach München.

Ein schöner Tag auf dem Blindseetrail, den ich allerdings etwas länger in Erinnerung hatte, es war trotzdem super!
Danke an Bernhard für Deine Begleitung!

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!

„Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!“
#noshortcuts #noscidmarks #respectthetrail

Tour-Daten:

Entfernung:ca. 26 km
Bergauf:ca. 1.160 Hm
Bergab:ca. 1.160 Tm

GPS-Daten:

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