14. Oktober 2018

Anstrengende aber wunderschöne BBS-Tour hoch über dem Fernpass

Drei Jahre nach meiner Erstbefahrung (sh. hier) haben wir es endlich wieder einmal auf die Loreascharte geschafft. Mit dabei waren diesmal Matthias, Michl und Sebastian sowie Wolfi und Matthias mit ihren E-Bikes.

Wir trafen uns bereits früh vor 7:00 beim Tichelkamp in Garmisch zum Frühstück. Danach fuhren wir weiter über den Fernpass bis zur OMV Raststelle kurz vor Nassereith. Dort parkten wir unsere Autos und machten uns und unsere Bikes fertig für die Auffahrt. Es war noch ziemlich kalt und so sahen wir zu, dass wir losfuhren damit uns ein wenig warm wurde. Nach kurzer Zeit kamen wir an die Abzweigung ins Tegestal uns siehe da: Die Sperrung und die Baustelle im Tegestal ist nach über drei Jahren endlich verschwunden und sogar das Bike-Verbotsschild ist (noch?) zugehängt 🙂 .

Je nach Kondition ging es noch ein kurzes oder längeres Stück im Sattel bergauf, die Forststraße ist aber so steil, dass außer den E-Bikern früher oder später alle geschoben haben. Die ersten 400 Höhenmeter wurde also von den meisten primär schiebend zurückgelegt, danach ging es bis zur Abzweigung des Weges auf 1.400 m für alle nochmal ca. 1,5 km fahrend weiter. Hier machten wir eine kurze Pause und folgten anschließend dem schmalen Bergpfad Richtung Loreascharte. Für die Analogbiker war meist tragen angesagt, die E-Biker konnten stellenweise fahren, schoben bzw. trugen ihr Gefährt aber meist auch den Berg hinauf.

Wir passierten ein paar kritische, schwierigere Stellen aber ansonsten zieht sich der Weg gut gehbar bergauf, bis zu einer eher unscheinbaren Weggabelung auf ca. 1.840 m. Das letzte Mal gingen wir hier rechts und auch Matthias, Michl und Sebastian, die ein Stück voraus waren folgten diesem Weg. Matthias, Wolfgang und ich versuchten diesmal den Weg geradeaus am Bach entlang. Diese scheinbare Abkürzung stellte sich aber als deutlich steiler und anstrengender heraus als der Weg oben rum, daher also die Empfehlung den rechten Weg, vorbei am Felsen mit der großen Wegnummer „601“ zu nehmen.

Ein Stück vor dem Kragen = Loregg-Joch) trafen wir uns wieder und legten eine kurze Riegel-Pause ein, denn jetzt stand uns mit dem restlichen Aufstieg bis zur Loreascharte der anstrengendste Teil des Aufstieges bevor. Die letzten 350 Höhenmeter wird der Weg noch steiler und loser, so dass der Aufstieg ordentlich Körner kostet. Aber ca. 4 h 20 min nach dem Start und 1.430 Höhenmeter später kamen wir alle glücklich aber geschafft an der Loreascharte an. Wir genossen den tollen Ausblick, verspeisten unsere Brotzeit und ruhten uns erstmal ein wenig aus. Danach ging es dann für eine Fotosession noch ein paar Höhenmeter hinauf, bevor wir von der Scharte die steile, lose Abfahrt Richtung Loreahütte unter die Stollen nahmen. Im ersten Teil mussten wir allerdings große Teile schieben, da der lose Schotter und der steile Weg irgendwie nicht kompatibel waren. Bald ging es aber wieder auf die Pedale und wir fuhren hinunter bis zur Loreahütte.

Bitte beachtet beim Befahren die DIMB-TrailRules!
Miteinander statt gegeneinander – es geht wenn man will!

Tour-Daten:

Entfernung:21 km
Uphill:1.500 Hm
Downhill:1.500 Tm

GPS-Daten:

Dort legten wir nochmal eine kurze Pause ein und kochten uns im windgeschützten Vorraum der Hütte erstmal einen Kaffee. Anschließend ging es weiter auf dem herrlichen Trail, der durch viele aufgekieste Stellen nicht mehr so gut zu befahren war wie vor 3 Jahren, wieder hinunter Richtung Fernsteinsee. Von hier fuhren wir dann, diesmal abseits der Hauptstraße, auf Forstwegen wieder zurück zu den Autos.

An der Raststation gab es noch ein alkoholfreies Weißbier bevor wir uns auf den langen, staureichen Heimweg nach München machten.

Ein herrlicher Tag mit einem anstrengenden Aufstieg und einem Trail, der einen für alle Strapazen belohnt! Leider geil!

Ausgewählte Fotos:

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